Ausgaben, Einrichtungen und Personal in der Jugendhilfe Öffentliche Hand gab 2022 rund 66 Milliarden Euro für Kinder- und Jugendhilfe aus

Bund, Länder und Gemeinden haben im Jahr 2022 insgesamt 65,8 Milliarden Euro für Kinder- und Jugendhilfe ausgegeben. Die Ausgaben sind damit gegenüber 2021 um 6,2 % gestiegen. Nach Abzug der Einnahmen in Höhe von etwa 3,9 Milliarden Euro – unter anderem aus Gebühren und Teilnahmebeiträgen – wendete die öffentliche Hand netto rund 61,9 Milliarden Euro auf. Gegenüber 2021 entsprach das einer Steigerung um 5,8 %.

Der größte Teil der Bruttoausgaben (68,8 %) entfiel mit knapp 45,3 Milliarden Euro auf die Kindertagesbetreuung, das sind 0,1 Prozentpunkte mehr als 2021. Nach Abzug der Einnahmen in Höhe von rund 2,3 Milliarden Euro wurden netto rund 43,0 Milliarden Euro für Kindertagesbetreuung ausgegeben. Das waren 6 % mehr als im Vorjahr.

Rund ein Viertel der Bruttoausgaben (22,6 %) – insgesamt 14,9 Milliarden Euro – wendeten die öffentlichen Träger für Hilfen zur Erziehung auf. Davon entfielen etwa 7,2 Milliarden Euro auf die Unterbringung junger Menschen außerhalb des Elternhauses in Vollzeitpflege, Heimerziehung oder anderer betreuter Wohnform. Die Ausgaben für sozialpädagogische Familienhilfe lagen bei rund 1,2 Milliarden Euro.

Knapp 3,4 % der Gesamtausgaben wurden in Angebote und Einrichtungen der Jugendarbeit investiert, zum Beispiel in außerschulische Jugendbildung, Kinder- und Jugenderholung oder Jugendzentren. Bund, Länder und Gemeinden wendeten dafür wie im Vorjahr rund 2,2 Milliarden Euro auf.

Basisdaten und lange Zeitreihen zu diesen und weiteren Merkmalen können über das Tabellenangebot in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden (Tabellen 22551)