Statistisches Bundesamt
Sterbefallzahlen und Übersterblichkeit
21. September 2021 – Um die Frage zu beantworten, ob COVID-19 zu einer Übersterblichkeit führt, beobachten wir anhand einer Sonderauswertung die vorläufigen Sterbefallzahlen in Deutschland. Im April 2020 lagen die Sterbefallzahlen deutlich über dem mittleren Wert (Median) der Vorjahre. Gleichzeitig war ein Anstieg der Todesfälle zu beobachten, die mit dem Coronavirus in Zusammenhang stehen (Quelle: Robert-Koch-Institut (RKI)). Im August 2020 waren die Zahlen der Gestorbenen im Zuge einer Hitzewelle wieder erhöht. Die Sterbefallzahlen im September 2020 lagen ebenfalls etwas über dem mittleren Wert der Vorjahre. Einen weiteren auffälligen Anstieg über den mittleren Wert hinaus gab es ab der zweiten Oktoberhälfte 2020. Auch die COVID-19-Todesfälle stiegen zeitgleich wieder an. Höchststände gab es kurz vor dem Jahreswechsel 2020/2021 – sowohl die Zahl der COVID-19-Todesfälle als auch die Differenz zum mittleren Wert der Vorjahre bei den Gesamtzahlen gingen Anfang des Jahres 2021 wieder zurück. Im Februar und im März lagen die Sterbefallzahlen unter dem mittleren Wert der Vorjahre, seit April zumeist etwas darüber.
Eine grafische Darstellung zur Entwicklung der Sterbefallzahlen für alle Bundesländer ist ebenfalls verfügbar.
MEHR ERFAHREN
Weitere Informationen und Hintergründe zu den Ergebnissen und der Methodik der Sonderauswertung der vorläufigen Sterbefallzahlen in Deutschland bietet der aktuelle Podcast "Sterbefallzahlen während der Corona-Pandemie".
Internationale Quellen zu Sterbefallzahlen:
Belgien
Dänemark
Finnland
Frankreich
Großbritannien
Irland
Italien
Niederlande
Norwegen
Österreich
Polen
Portugal
Schweden
Schweiz
Spanien
Tschechien
Mortality monitoring in Europe
Eurostat - data on weekly deaths