Statistisches Bundesamt
Wirtschaftliche Auswirkungen
Statistiken mit Bezug zu COVID-19
Hier finden Sie wichtige Indikatoren zur wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland. Die monatlichen Statistiken werden laufend aktualisiert. Wir zeigen die Entwicklung seit der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/09 bis zum aktuellsten Berichtsmonat. Zudem beleuchten wir die Auswirkungen der Corona-Pandemie anhand von Indikatoren für ausgewählte Branchen.
Bruttoinlandsprodukt (BIP) / Wirtschaftswachstum
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist einer der wichtigsten Wirtschaftsindikatoren und zeigt die konjunkturelle Entwicklung einer Volkswirtschaft. Das BIP misst die Wirtschaftsleistung, die in einem Land während eines bestimmten Zeitraums erbracht wurde.
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Bruttoinlandsprodukt als Konjunkturindikator
Weitere Informationen finden Sie auf der Themenseite.
Langfristige Wirtschaftsentwicklung in Deutschland
In der deutschen Nachkriegsgeschichte hat es seit 1950 bisher sieben Rezessionsphasen gegeben. Diese lassen sich vereinfachend an negativen jährlichen Veränderungsraten des preisbereinigten BIP festmachen.
Nach einer Zeit ungebrochener Hochkonjunktur seit 1950 mit Wachstumsraten bis zu 12,1 % endete 1967 das deutsche "Wirtschaftswunder" mit der ersten Rezession in der Bundesrepublik Deutschland. Die folgenden Wachstumsphasen bis zur deutschen Vereinigung wurden nur durch die Rezessionen 1975 und 1982 unterbrochen, die durch die beiden Ölkrisen ausgelöst wurden. Nach dem Fall der Mauer erlebte die vereinigte Bundesrepublik ihre erste gesamtdeutsche Rezession im Jahr 1993. Die Weltwirtschaft war infolge des zweiten Golfkrieges in einen globalen Wirtschaftsabschwung gedrängt worden, der in Deutschland durch die Sondersituation der Vereinigung erst verzögert ankam. Eine weitere Rezession zeigte sich im Jahr 2003 nach dem Platzen der sogenannten Internetblase und durch die Auswirkungen der Terroranschläge vom 11. September 2001. Der stärkste wirtschaftliche Einbruch seit der Gründung der Bundesrepublik war der massive Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von 5,7 % im Jahr 2009 im Rahmen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise.
Im Jahr 2020 wurde die deutsche Wirtschaft dann nach zehnjähriger Wachstumsphase erneut von einer starken Rezession getroffen. Der Ausbruch der Corona-Pandemie führte zu einem Rückgang des preisbereinigten BIP um 4,6 %.
Die konjunkturelle Entwicklung war auch im Jahr 2021 stark von der Corona-Pandemie geprägt. Das preisbereinigte BIP war im Jahr 2021 um 2,9 % höher als im Jahr 2020. Damit konnte sich die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch im Jahr 2020 zwar etwas erholen; die Wirtschaftsleistung hat das Vorkrisenniveau aber noch nicht wieder erreicht.
Methodische Hinweise zur Grafik
Die Ergebnisse von 1950 bis 1970 (Früheres Bundesgebiet) sind wegen konzeptioneller und definitorischer Unterschiede nicht voll mit den Ergebnissen von 1970 bis 1991 (Früheres Bundesgebiet) und den Angaben ab 1991 (Deutschland) vergleichbar. Die preisbereinigten Ergebnisse von 1950 bis 1970 (Früheres Bundesgebiet) sind in Preisen von 1991 berechnet. Die Ergebnisse von 1970 bis 1991 (Früheres Bundesgebiet) sowie die Angaben ab 1991 (Deutschland) werden in Preisen des jeweiligen Vorjahres als Kettenindex nachgewiesen. Bei der VGR-Revision 2019 wurden zudem nur die Ergebnisse für Deutschland bis 1991 zurückgerechnet; Angaben vor 1991 sind unverändert geblieben.
Transportindex - experimentelle Daten
In der Corona-Pandemie wurde das hohe politische und gesellschaftliche Interesse an schnell verfügbaren Wirtschaftsindikatoren sehr deutlich. In diesem Zusammenhang hat das Statistische Bundesamt in seiner Rubrik “EXDAT - Experimentelle Daten“ einen Transportindex als neuen, schnell verfügbaren Konjunkturindikator erarbeitet.
Das Ziel des Projekts "Transportindex" ist es, den Lkw-Maut-Fahrleistungsindex um die weiteren Verkehrsträger im Güterverkehr (Flug- und Eisenbahnverkehr sowie die Binnen- und Seeschifffahrt) zu ergänzen und damit einen weiteren, noch umfassenderen Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung bereitzustellen.
Transportindex
Für die Zwecke des Transportindex wurden neue und digitale Datenquellen analysiert und auf ihre Eignung – Aktualität, Verfügbarkeit und Genauigkeit – für den anvisierten Transportindex hin untersucht.
Im Spannungsfeld zwischen Aktualität und Informationsgehalt wurden Indikatoren zur Abbildung der Verkehrsträger Straßen-, Schienen- und Luftverkehr sowie die Schifffahrt ausgewählt.
Die schnelle Verfügbarkeit der einzelnen Indikatoren für die verschiedenen Verkehrsträger erlaubt damit eine experimentelle monatliche Berechnung des Transportindex spätestens 30 Tage nach Ende des Berichtsmonats, wodurch die angestrebte Aktualität erreicht wird.
MEHR ERFAHREN
Lkw-Maut-Fahrleistungsindex - experimentelle Daten
Das Statistische Bundesamt hat in seiner Rubrik “EXDAT - Experimentelle Daten“ den Lkw-Maut-Fahrleistungsindex als schnell verfügbaren Konjunkturindikator konzipiert. Der Lkw-Maut-Fahrleistungsindex liefert frühzeitig ungefähre Anhaltspunkte zur Entwicklung der Industrieproduktion in Deutschland. Er wurde im Bundesamt für Güterverkehr entwickelt und zeichnet die Entwicklung der Fahrleistung von großen Lkw (mit mindestens vier Achsen) auf deutschen Bundesautobahnen nach. Der Index wird aus digitalen Prozessdaten der Lkw-Mauterhebung berechnet und wöchentlich jeweils am Donnerstag aktualisiert. Die Ergebnisse werden als Zeitreihe aus täglichen Daten dargestellt und bilden die Fahrleistung mit fünf- bis zwölftägigem Abstand sehr aktuell ab.
Branchenmonitor
Der Branchenmonitor liefert regelmäßig Grundlagen für die Beurteilung der wirtschaftlichen Entwicklung der Automobil- und Elektroindustrie sowie der Maschinenbau- und Chemiebranche.
Automobil, Elektro, Maschinenbau und Chemie im Vergleich
Der Auftragsbestandsindex wurde erstmalig mit den Berichtsmonat Januar 2015 veröffentlicht:
Ergänzende Grafiken
Arbeitsmarkt
Die Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie in Deutschland wirken sich sowohl auf das Angebot von Dienstleistungen als auch die Produktion von Waren aus. Für Erwerbstätige bedeutet das oftmals Kurzarbeit, das heißt bei reduziertem Einkommen für eine noch unbestimmte Zeit weniger Stunden oder gar nicht zu arbeiten. Mit dem erleichterten Zugang zum Kurzarbeitergeld und weiteren Instrumenten versucht die Bundesregierung, die Folgen der Coronakrise für den Arbeitsmarkt zu entschärfen. Gleichwohl könnten viele Menschen ihre Arbeit verlieren.
Entwicklung der Erwerbstätigenzahlen
Die Erwerbstätigenzahlen zeigen die Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt und sind ein wichtiger Bestandteil der Konjunkturstatistik im Rahmen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen.
Weitere Informationen, auf welche spezifischen Arbeitsmarktstrukturen die Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 treffen, finden Sie hier und alles rund um Erwerbstätige auf unserer Themenseite.
Methodischer Hinweis
Die Pandemiemaßnahmen in der zweiten Märzhälfte haben eine erhöhte Unsicherheit bei der Schätzung der Erwerbstätigenzahlen zur Folge. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Kurzarbeitende nach den Konzepten der Erwerbstätigenrechnung zu den Erwerbstätigen zählen und nicht als Erwerbslose.
Entwicklung der Arbeitszeiten und Bruttoverdienste
Der durch die Corona-Pandemie bedingte Anstieg der Kurzarbeit hat einen starken Einfluss sowohl auf die Entwicklung der Verdienste als auch der Arbeitsstunden in Deutschland, wenngleich das Kurzarbeitergeld die Verdiensteinbußen für die Beschäftigten zum Großteil abfedert. Das zeigen die Ergebnisse der Vierteljährlichen Verdiensterhebung seit dem 2. Quartal 2020. Erstmalig ist seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2007 eine mehr als nur kurzfristige negative Entwicklung bei Arbeitnehmerverdiensten zu verzeichnen. So ein Effekt blieb während der Finanzkrise (2008/09) aus, denn diese führte zu stagnierenden Verdiensten von Voll- und Teilzeitbeschäftigten. Ab dem 3. Quartal 2021 ist eine Erholung für die Verdienst- und Arbeitszeitentwicklung in einigen Branchen sowie auch gesamtwirtschaftlich festzustellen.
In der Langfristperspektive – ohne Beachtung von klassischen Saisoneffekten – hat sich der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst der Gesamtwirtschaft seit Beginn der Erhebung im Jahr 2007 positiv entwickelt. Gleichzeitig ist die Arbeitszeit gesunken.
Weitere Informationen zum Arbeitsmarkt, beispielsweise wie viele Beschäftigte bereits Kurzarbeit angemeldet haben, erfasst die Bundesagentur für Arbeit.
Verarbeitendes Gewerbe
Die monatlichen Auftragseingangs-, Umsatz-, Produktions- und Auftragsbestandsindizes des Verarbeitenden Gewerbes gehören zu den wichtigsten Indikatoren für die Beobachtung und Analyse der Konjunktur in Deutschland. Zusätzlich beobachten wir die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden und auf die Gesamtzahl der Beschäftigten im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland.
Auftragseingangsindex als Konjunkturindikator
Der Auftragseingangsindex misst die monatliche Entwicklung des neu eingegangenen Auftragsvolumens in ausgewählten Wirtschaftszweigen der Industrie.
Die hier dargestellten Indizes sind kalender-und saisonbereinigt. Dadurch werden konjunkturelle Trends sowie ungewöhnliche Entwicklungen klarer erkennbar.
Weitere Konjunkturindikatoren mit ausführlichem Tabellenteil finden Sie hier.
Auftragseingangsindex in ausgewählten Branchen
Weitere Informationen finden Sie auf der Themenseite.
Umsatzindex als Konjunkturindikator
Der Umsatzindex misst die monatliche Umsatzentwicklung in der Industrie. Der Umsatz umfasst die Summe der Rechnungsendbeträge (ohne Umsatzsteuer) aus Lieferungen und Leistungen an Dritte. Lieferungen und Leistungen zwischen Betrieben desselben Unternehmens werden nicht berücksichtigt.
Die hier dargestellten Indizes sind kalender-und saisonbereinigt. Dadurch werden konjunkturelle Trends sowie ungewöhnliche Entwicklungen klarer erkennbar.
Weitere Konjunkturindikatoren mit ausführlichem Tabellenteil finden Sie hier.
Umsatzindex in ausgewählten Branchen
Weitere Informationen finden Sie auf der Themenseite.
Produktionsindex als Konjunkturindikator
Der Produktionsindex misst die monatliche Leistung des Produzierenden Gewerbes in Deutschland. Die hier dargestellten Indizes sind kalender-und saisonbereinigt. Dadurch werden konjunkturelle Trends sowie ungewöhnliche Entwicklungen klarer erkennbar.
Weitere Konjunkturindikatoren mit ausführlichem Tabellenteil finden Sie hier.
Produktionsindex in ausgewählten Branchen
Basisdaten und lange Zeitreihen zum Produktionsindex im Produzierenden Gewerbe können über die Tabelle Indizes der Produktion (42153–0001) in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden.
Weitere Informationen finden Sie auf der Themenseite.
Auftragsbestandsindex als Konjunkturindikator
Der Auftragsbestand umfasst die Summe der Auftragseingänge am Ende des Berichtsmonats, die bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu Umsätzen geführt haben und die nicht storniert wurden.
Der Auftragsbestandsindex wurde erstmalig mit den Berichtsmonat Januar 2015 veröffentlicht.
Die Daten zum Auftragsbestand basieren auf den Volumenindizes des Auftragsbestands im Bereich des Verarbeitenden Gewerbes, saison- und kalenderbereinigt mit dem Verfahren X13 JDemetra+.
Weitere Informationen finden Sie auf der Themenseite.
Auftragsbestandsindex in ausgewählten Branchen
Weitere Informationen finden Sie auf der Themenseite.
Geleistete Arbeitsstunden und Beschäftigte im Verarbeitenden Gewerbe
Weitere Informationen finden Sie auf der Themenseite.
Methodische Hinweise
Die geleisteten Arbeitsstunden beinhalten alle von den Beschäftigten (einschließlich Auszubildende) tatsächlich geleisteten (nicht die bezahlten) Stunden.
Die Gesamtzahl der Beschäftigten umfasst die tätigen Personen einschließlich mitarbeitender Inhaberinnen und Inhaber bzw. Teilhaberinnen und Teilhaber und unbezahlt mithelfender Familienangehöriger sowie alle Personen, die ein arbeitsrechtliches Verhältnis zum Unternehmen bzw. Betrieb haben.
Geleistete Arbeitsstunden und Beschäftigte im Verarbeitenden Gewerbe in ausgewählten Branchen
Weitere Informationen finden Sie auf der Themenseite.
Methodische Hinweise
Die geleisteten Arbeitsstunden beinhalten alle von den Beschäftigten (einschließlich Auszubildende) tatsächlich geleisteten (nicht die bezahlten) Stunden.
Die Gesamtzahl der Beschäftigten umfasst die tätigen Personen einschließlich mitarbeitender Inhaberinnen und Inhaber bzw. Teilhaberinnen und Teilhaber und unbezahlt mithelfender Familienangehöriger sowie alle Personen, die ein arbeitsrechtliches Verhältnis zum Unternehmen bzw. Betrieb haben.
Einzelhandel
Um die Ausbreitung des Virus SARS-CoV-2 zu verlangsamen, haben sich Bund und Länder am 22. März 2020 darauf geeinigt ein Großteil der Ladengeschäfte zu schließen. Lebensmittelgeschäfte blieben geöffnet. Am 15. April 2020 wurden erste Lockerungen beschlossen. Kleinere und mittlere Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern durften bereits ab dem 20. April unter strengen Auflagen wieder öffnen.
Einzelhandelsumsatz als Konjunkturindikator - Vergleich mit Internethandel, Märkte
Weitere Informationen finden Sie auf der Themenseite.
In der Grafik werden folgende Wirtschaftszweige nach der Klassifikation der Wirtschaftszweige (Ausgabe 2008) dargestellt:
Einzelhandel insgesamt: 47
Internet- und Versandhandel: 4791
Märkte, Verkaufsstände: 478
Lebensmittel insgesamt: 4711-01
Nicht-Lebensmittel insgesamt: 4719-01
Einzelhandelsumsatz mit Lebensmitteln - Supermärkte, Facheinzelhandel
In der Corona-Krise wird insbesondere im Einzelhandel mit Lebensmitteln eine gesteigerte Nachfrage seit Februar 2020 teils deutlich sichtbar.
Weitere Informationen finden Sie auf der Themenseite.
In der Grafik werden folgende Wirtschaftszweige nach der Klassifikation der Wirtschaftszweige (Ausgabe 2008) dargestellt:
Lebensmittel insgesamt: 4711-01
Supermärkte, SB-Warenhäuser: 4711
Facheinzelhandel (z.B. Metzgereien, Bäckereien): 472
Einzelhandelsumsatz mit Nicht-Lebensmitteln - Apotheken, Tankstellen, Textilien, Baumarkt
An dieser Stelle beobachten wir die Einzelhandelsumsätze mit Nicht-Lebensmitteln insgesamt und betrachten die monatliche Entwicklung in ausgewählten Wirtschaftszweigen.
Weitere Informationen finden Sie auf der Themenseite.
In der Grafik werden folgende Wirtschaftszweige nach der Klassifikation der Wirtschaftszweige (Ausgabe 2008) dargestellt:
Nicht-Lebensmittel insgesamt: 4719-01
Apotheken, Drogerien: 4773-01
Tankstellen: 473
Textilien, Bekleidung, Schuhe: 4751-02
Haushaltsgeräte, Möbel, Baumarkt: 4743-01
Umsatzentwicklung im Kfz-Handel
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In der Grafik wird folgender Wirtschaftszweig nach der Klassifikation der Wirtschaftszweige (Ausgabe 2008) dargestellt:
WZ08-4511-01 Handel mit Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger, Kfz-teilen und -zubehör
Experimentelle Daten zeigen Kaufverhalten
Die Angaben basieren auf neuen Datenquellen und Methoden. Ausgewertet wurden digital verfügbare Kassendaten, sogenannte Scannerdaten. Hierbei ist zu beachten, dass die Marktabdeckung der verwendeten Datensätze gering ist und die Ergebnisse nicht repräsentativ sind. Auswertungen dieser Art haben experimentellen Charakter und sind Teil eines Projektes im Bereich "Experimentelle Daten“, mit dem das Statistische Bundesamt neue Datenquellen und Methoden erprobt. Ausgewählte Projektergebnisse werden unter www.destatis.de/exdat vorgestellt.
Gastgewerbe
Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie trafen ab Mitte März die Gastronomie und Hotellerie in Deutschland besonders stark. Seit dem 18. März 2020 mussten Hotels, Herbergen und Unterkünfte bundesweit ihre Türen für Touristen geschlossen halten. Auch Gaststättenbetreibende durften seit dem 22. März keine Gäste mehr in ihren Räumlichkeiten bewirten, lediglich Abhol- und Lieferservices blieben möglich. Seit dem 18. Mai werden die Einschränkungen nun schrittweise gelockert.
Umsatz im Gastgewerbe, Beherbergung, Gastronomie
Das Gastgewerbe unterteilt sich in Beherbergung und Gastronomie. Die Beherbergung umfasst alle Möglichkeiten des Übernachtens gegen Bezahlung für einen kurzen Zeitraum. Die Palette ist breit und geht vom Hotel bis zum Campingplatz. Die Gastronomie bietet Mahlzeiten und Getränke zum sofortigen Verzehr an. Sterne-Restaurants gehören ebenso dazu wie Caterer und die Eckkneipe.
Weitere Konjunkturindikatoren mit ausführlichem Tabellenteil finden hier.
Weitere Informationen finden Sie auf der Themenseite.
Außenhandel
Die weltweite Ausbreitung des neuen Coronavirus wurde am 11. März 2020 von der Weltgesundheitsorganisation zur Pandemie erklärt. Die Corona-Pandemie hat extreme Auswirkungen auf den internationalen Warenverkehr und damit die globale Wirtschaft. Einige von Deutschlands wichtigsten Handelspartnern sind besonders von der Pandemie betroffen. Erfahren Sie hier mehr darüber, wie COVID-19 die deutschen Exporte und Importe beeinflusst.
Konjunkturindikator: Außenhandelsbilanz
Weitere Konjunkturindikatoren mit ausführlichem Tabellenteil finden hier.
Außenhandel: Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Gesamthandel
Die Außenhandelsstatistik ist ein Schlüsselindikator für die Wirtschaftsentwicklung und eine unverzichtbare Informationsquelle für Zahlungsbilanzstatistiken, die Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen oder Konjunkturanalysen. Die deutsche Wirtschaft ist in hohem Maße exportorientiert und damit auch exportabhängig, zugleich aufgrund der Internationalisierung der Produktionsprozesse auf Importe angewiesen.
Der deutsche Außenhandel befindet sich seit der Jahrtausendwende in einem deutlichen Aufwärtstrend, mit Ausnahme der Jahre 2008/2009, als die globale Finanz- und Wirtschaftskrise auch in den deutschen Handelsgeschäften einen Einbruch verursachte. Erst 2011 stiegen die Ein- und Ausfuhren erstmals wieder über das Vorkrisenniveau.
China, Vereinigte Staaten: Außenhandel mit stark von der Pandemie betroffenen Staaten außerhalb Europas
Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die chinesische Wirtschaft rücken die Handelsbeziehungen Deutschlands mit der Volksrepublik China in den öffentlichen Fokus. Sowohl für die Importe von Produktions- als auch Konsumgütern ist China äußerst bedeutend: Aus keinem anderen Staat wurden im Jahr 2019 mehr Waren importiert. Bezogen auf das gesamte Außenhandelsvolumen war China im vierten Jahr in Folge der wichtigste Handelspartner Deutschlands.
Wichtigster Abnehmer deutscher Exporte waren 2019 wie bereits in den Vorjahren die Vereinigten Staaten, die wie China zu den von der Pandemie am stärksten betroffenen Staaten gehören.
Frankreich, Spanien, Italien: Außenhandel mit stark von der Pandemie betroffenen Staaten in Europa
Italien, Spanien und Frankreich sind ebenfalls stark von der Ausbreitung des neuen Coronavirus betroffen. Zudem wirken sich strikte Beschränkungen für Reisende und Grenzkontrollen innerhalb Europäischen Union auf den Warenverkehr aus.
Auswirkungen der Pandemie auf ausgewählte Handelswaren
An dieser Stelle beobachten wir die Importe und Exporte von Deutschlands wichtigsten Handelswaren und stellen deren monatliche Entwicklung dar.
Im Jahr 2019 waren Kraftwagen und Kraftwagenteile Deutschlands wichtigste Exportgüter. Auf den Rängen zwei und drei folgten Maschinen und chemische Erzeugnisse.
Importseitig waren im Jahr 2019 ebenfalls Kraftwagen und Kraftwagenteile die wichtigsten Handelsgüter für Deutschland, gefolgt von Datenverarbeitungsgeräten, elektrischen und optischen Erzeugnissen und Maschinen.
Preise
Die durch COVID-19 verursachte Pandemie hat weltweit massive Auswirkungen auf die Finanzmärkte und die Wirtschaft. Wir zeigen hier, wie sich die Preisindizes, die eine wichtige Rolle bei der Beurteilung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung spielen, entwickeln.
Preisentwicklung im Überblick: Außenhandelspreise, Erzeugerpreise, Verbraucherpreise, Großhandelsverkaufspreise
Weitere Konjunkturindikatoren mit ausführlichem Tabellenteil finden Sie hier.
Weitere Informationen finden Sie auf der Themenseite.
Erzeugerpreise in ausgewählten Branchen
Weitere Informationen finden Sie auf der Themenseite.
Einfuhrpreise und Ausfuhrpreise in ausgewählten Branchen
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Kreditvergaben und Auskünfte für Online-Transaktionen - experimentelle Daten
Dieses Informationsangebot basiert auf Daten zu den wöchentlichen Veränderungen von Online-Geschäften, neuen Kreditverträgen und neuen Hypotheken, die von Informationsdienstleistern zur Verfügung gestellt wurden. Diese experimentellen Ergebnisse zeigen Veränderungen der nominalen Angaben gegenüber der jeweiligen Vorjahreswoche ohne eine Kalenderbereinigung.
Online-Transaktionen
In der Corona-Pandemie wurde das hohe politische und gesellschaftliche Interesse an schnell verfügbaren Wirtschaftsindikatoren sehr deutlich. In diesem Zusammenhang hat das Statistische Bundesamt in seiner Rubrik “EXDAT - Experimentelle Daten“ basierend auf den Daten von Informationsdienstleistern schnell verfügbare wöchentliche Indikatoren erarbeitet.
Vor der Freigabe eines Kaufs auf Rechnung durch einen Versandhändler, der Anlage eines Payment-Kontos durch einen Payment-Dienstleister oder der Freischaltung eines Online-Dienstes (u. a. Streaming) wird die Identität und Bonität einer Privatperson überprüft. Diese Grafik zeigt die Entwicklung der Zahl dieser Auskünfte auf Grundlage der Daten von Informationsdienstleistern.
Neue Kreditverträge
In der Corona-Pandemie wurde das hohe politische und gesellschaftliche Interesse an schnell verfügbaren Wirtschaftsindikatoren sehr deutlich. In diesem Zusammenhang hat das Statistische Bundesamt in seiner Rubrik “EXDAT - Experimentelle Daten“ basierend auf den Daten von Informationsdienstleistern schnell verfügbare wöchentliche Indikatoren erarbeitet.
Diese Grafik zeigt die Entwicklung von neuen Kreditverträgen für Privatkunden. Hier werden speziell die neuen Kreditverträge berücksichtigt, die von Kreditinstituten an Informationsdienstleister übermittelt wurden. Die Zahl neuer Kreditverträge ist ein Indikator für den Handel mit Privatkundinnen und -kunden.
Neue Hypothekenverträge
In der Corona-Pandemie wurde das hohe politische und gesellschaftliche Interesse an schnell verfügbaren Wirtschaftsindikatoren sehr deutlich. In diesem Zusammenhang hat das Statistische Bundesamt in seiner Rubrik “EXDAT - Experimentelle Daten“ basierend auf den Daten von Informationsdienstleistern schnell verfügbare wöchentliche Indikatoren erarbeitet.
Diese Grafik zeigt, wie viele Hypothekenverträge für Privatkunden abgeschlossen wurden. Die neuen Hypothekenverträge sind ein Indikator für Aktivitäten im Immobilienbereich. Hier werden speziell die neuen Hypotheken berücksichtigt, die von Kreditinstituten, Bausparkassen, etc. an Informationsdienstleister übermittelt worden sind.
Insolvenzverfahren
Durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sind viele Unternehmen in finanzielle Not geraten. Um frühzeitig aktuelle Entwicklungen aufzuzeigen, erstellt und veröffentlicht das Statistische Bundesamt erstmals vorläufige Angaben zu den beantragten Regelinsolvenzverfahren in Deutschland.
Insolvenzverfahren
Dafür wird die vom Ministerium der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen betriebene Internetseite Insolvenzbekanntmachungen.de ausgewertet, die täglich Datenlieferungen über Insolvenzverfahren von den Insolvenzgerichten in Deutschland erhält und veröffentlicht. Zugunsten gesteigerter Aktualität durchlaufen die Daten nicht den in der amtlichen Statistik üblichen Prozess der Qualitätssicherung und haben daher experimentellen Charakter.
30 % der Insolvenzverfahren in Deutschland sind Regelinsolvenzverfahren, zu denen in erster Linie alle Verfahren von Unternehmen zählen (rund 55 %). Enthalten sind weiterhin Personen, die wirtschaftlich tätig sind. Dazu gehören unter anderem die persönlich haftenden Gesellschafter einer offenen Handelsgesellschaft (oHG) oder die Mehrheitsgesellschafter einer Kapitalgesellschaft sowie ehemals selbstständige Tätige, deren Vermögensverhältnisse als nicht überschaubar eingestuft werden.
- 13. Juni 2022: 8,4 % mehr beantragte Regelinsolvenzen im Mai 2022 als im Vormonat
- 11. Mai 2022: 20,8 % weniger beantragte Regelinsolvenzen im April 2022 als im Vormonat
- 14. April 2022: 27,0 % mehr beantragte Regelinsolvenzen im März 2022 als im Vormonat
- 10. März 2022: 4,2 % mehr beantragte Regelinsolvenzen im Februar 2022 als im Vormonat
- 10. Februar 2022: 17,2 % weniger beantragte Regelinsolvenzen im Januar 2022 als im Vormonat
- 11. Januar 2022: Unternehmensinsolvenzen im Oktober 2021: -2,7 % zum Vorjahresmonat
- 10. Dezember 2021: Unternehmensinsolvenzen von Januar bis September 2021: -14,5 % zum Vorjahreszeitraum
- 12. November 2021: Unternehmensinsolvenzen im August 2021: -2,1 % zum Vorjahresmonat
- 12. Oktober 2021: Juli 2021: 12,3 % weniger Unternehmensinsolvenzen als im Juli 2020
- 10. September 2021: 17,7 % weniger Unternehmensinsolvenzen im 1. Halbjahr 2021
- 10. August 2021: Mai 2021: 25,8 % weniger Unternehmensinsolvenzen als im Mai 2020
- 13. Juli 2021: April 2021: 9,0 % weniger Unternehmensinsolvenzen als im April 2020
- 10. Juni 2021: 1. Quartal 2021: 19,7 % weniger Unternehmensinsolvenzen als im 1. Quartal 2020
Flugverkehr
Tausende Flüge gestrichen, zum Teil bleiben komplette Flugzeugflotten am Boden – der Luftverkehr wird aufgrund der Corona-Krise weltweit in einem bislang beispiellosen Ausmaß beeinträchtigt. Deutschland ist ein Knotenpunkt für den internationalen Flugverkehr. Dazu zählen nicht nur Direktflüge, sondern auch der internationale Umsteigeverkehr auf deutschen Flughäfen.
Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie treffen auch die Luftfracht (einschließlich Luftpost). Das Frachtaufkommen hat ebenfalls nachgegeben, erwies sich jedoch als stabiler als das Passagieraufkommen.
Entwicklung der Flugpassagierzahlen auf deutschen Flughäfen
Die Zahl der Flugpassagiere insgesamt umfasst alle Fluggäste, die an den deutschen Hauptverkehrsflughäfen gestartet oder gelandet sind. Um die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Flugreiseverkehr zu beleuchten, betrachten wir neben der Insgesamt-Zahl auch die einsteigenden bzw. aussteigenden Fluggäste, sogenannte Einsteiger bzw. Aussteiger.
Weitere Informationen finden Sie auf der Themenseite.
China, Vereinigte Staaten: Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Flugverkehr
Die Ausbreitung der Atemwegserkrankung COVID-19 führte zunächst in der Volksrepublik China und dort in der Provinz Hubei zu verstärkten Einreisekontrollen, Gesundheitsprüfungen und Einreisesperren. China hat mit Wirkung vom 28. März 2020 eine Einreisesperre für alle Einreisen von Ausländern nach China verfügt.
Auch die USA hat ein Einreiseverbot ausgerufen: Seit dem 13. März 2020 gilt – mit wenigen, streng definierten Ausnahmen – ein Einreiseverbot für Personen, die sich innerhalb eines Zeitraums von 14 Tagen vor der Einreise in die USA in Deutschland oder einem anderen Schengenstaat aufgehalten haben.
Weitere Informationen finden Sie auf der Themenseite.
Inland, Ausland: Flugverkehr nach Streckenzielen
Steigender Wohlstand, attraktive Reiseziele, freizügige Reiseabkommen sowie die zunehmende Globalisierung sorgten in den letzten Jahren für immer wieder neue Passagierrekorde: Die Zahl der abfliegenden Fluggäste war 2019 im zehnten Jahr in Folge gestiegen. Von den deutschen Hauptverkehrsflughäfen traten im vergangenen Jahr mehr als 124 Millionen Passagiere eine Flugreise an. Die Corona-Pandemie setzt diesem Trend nun erst einmal ein Ende.
Weitere Informationen finden Sie auf der Themenseite.
Luftfracht und Luftpost: Einladungen und Ausladungen
Ein Teil der in Luftfahrzeugen beförderten Güter wird nicht in reinen Frachtflugzeugen transportiert, sondern als Beiladung in Passagiermaschinen (sogenannte Bellyfracht). Durch den Einbruch des Passagierverkehrs sinkt damit auch die zur Verfügung stehende Transportkapazität für Frachtgüter.
Weitere Informationen finden Sie auf der Themenseite.
Kassenmäßige Steuereinnahmen
Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie werden saison- und kalenderbereinigte Ergebnisse veröffentlicht und die wirtschaftlichen Auswirkungen auf die kassenmäßigen Steuereinnahmen aktuell dargestellt.
Kassenmäßige Steuereinnahmen
Im Frühjahr 2020 kam es zu zweistelligen Rückgängen der bereinigten Einnahmen für Gemeinschaft-, Bundes- und Landessteuern. Im April 2022 lagen die Einnahmen der Gemeinschaft- und Landessteuern über dem Vorkrisenniveau vom Februar 2020. Die Bundessteuern lagen dagegen deutlich darunter.
Erläuterungen zu Steuerhaushalt und kassenmäßige Steuereinnahmen
Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie werden seit Juli 2020 saison- und kalenderbereinigte Ergebnisse veröffentlicht. Mit der Saisonbereinigung werden Schwankungen, die jährlich in denselben Jahreszeiten in ähnlicher Intensität wiederkehren, aus den Zeitreihenwerten herausgerechnet – zum Beispiel die Auswirkungen von jahresüblichen Schwankungen durch die verschiedenen Zahlungsfristen der verschiedenen Steuerarten. So können die Entwicklungen im Kontext der Pandemie von diesen Schwankungen unterschieden werden.
>>> zum Download der bereinigten kassenmäßigen Steuereinnahmen ab Januar 1999
Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie wirkten sich insbesondere auch auf die bereinigten Einnahmen aus der Luftverkehrsteuer, der Biersteuer und der Energiesteuer aus. Die Einnahmen der Luftverkehrsteuer lagen dabei im April 2022 wieder unter dem Vorkrisenniveau vom Februar 2020.
Weitere Informationen finden Sie auf der Themenseite "Steuereinnahmen".