Bevölkerung Ältere Menschen

Die Bevölkerungsgruppe der älteren Menschen ab 65 Jahren

18. Mai 2026 - Die zunehmende Zahl älterer Menschen in Deutschland ist ein wichtiger Faktor im demografischen Wandel. Ergebnisse der Bevölkerungsfortschreibung zeigen, dass die Zahl der 65-Jährigen und Älteren seit 1991 von 12,0 Millionen auf 19,0 Millionen im Jahr 2024 deutlich gestiegen ist. Da jüngere Geburtsjahrgänge zugleich sinkende Personenzahlen aufweisen, stellen die ab 65-Jährigen im Zeitverlauf auch einen immer größeren Anteil an der Gesamtbevölkerung. Er stieg von 15 % im Jahr 1991 auf 23 % im Jahr 2024.

Der demografische Wandel und die damit verbundene Alterung der deutschen Gesellschaft stehen seit längerem im Fokus von Öffentlichkeit und Politik. Auch in Zukunft wird der demografische Wandel eine gesellschaftliche Kernherausforderung in Deutschland sein. Die Bevölkerungsentwicklung zeigt diese Alterung sehr deutlich: Während die gesamte Bevölkerung zwischen 1991 und 2024 um etwa 3,3 Millionen Personen gewachsen ist, ist die Zahl der 65-Jährigen und Älteren seit 1991 um 7,0 Millionen auf 19,0 Millionen im Jahr 2024 deutlich schneller gestiegen. Da jüngere Geburtsjahrgänge zugleich sinkende Personenzahlen aufweisen, stellen die ab 65-Jährigen im Zeitverlauf auch einen immer größeren Anteil an der Gesamtbevölkerung. Er stieg von 15 % im Jahr 1991 auf 23 % im Jahr 2024.

Hochbetagte: Personen ab 85 Jahren

Eine besonders stark wachsende Gruppe älterer Menschen sind die Hochbetagten. Zu den Hochbetagten ab 85 Jahren zählten 1991 knapp 1,2 Millionen Menschen. Ihre Zahl stieg bis 2024 insgesamt auf 3,0 Millionen. Sie hat sich damit mehr als verdoppelt und wuchs relativ betrachtet deutlich stärker als die der älteren Menschen ab 65 Jahren insgesamt (+ 58 %).

Lebenserwartung der Älteren sank während der Corona-Pandemie – und stieg danach wieder an

Nachdem die Lebenserwartung in Deutschland über Jahrzehnte nahezu kontinuierlich gestiegen war, ging sie infolge der Corona-Pandemie drei Jahre in Folge zurück. Von der erhöhten Sterblichkeit während der Pandemie waren insbesondere ältere Jahrgänge betroffen: Die Lebenserwartung ab dem Alter von 65 Jahren sank zwischen 2019 und 2022 bei beiden Geschlechtern um mehr als ein halbes Jahr. Anschließend setzte ein Aufholeffekt ein, sodass die Lebenserwartung in diesem Altersbereich in vergleichbarem Ausmaß wieder anstieg. (Pressemitteilung Nr. 266 vom 22. Juli 2025).

Ältere Menschen rücken in den Fokus

Durch diese Veränderungen rücken ältere Menschen immer mehr in den Fokus von Politik und Gesellschaft, und Fragen zu ihrer Lebens­situation gewinnen an Bedeutung: Wie entwickelt sich die Erwerbs­tätigkeit älterer Personen? Wie verteilen sich die Geschlechter auf diese Bevölkerungs­gruppe? Wie gestaltet sich das Zusammen­leben älterer Menschen? Wie häufig leben sie in einer Partner­schaft? Mit wie vielen Genera­tionen leben Ältere in einem Haushalt? Die Beiträge auf unserer Seite sollen diese und weitere Fragen aus Sicht der amtlichen Statistik beantworten.