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Warum sind die meisten Erhebungen nicht freiwillig?

Die Teilnahme an amtlichen Befragungen ist meist nicht freiwillig, sondern gesetzlich vorgeschrieben.

Bei Vollerhebungen liegen die Gründe auf der Hand: Hier geht es darum, in größeren zeitlichen Abständen die Gesamtheiten lückenlos zu ermitteln, damit Auswahlgrundlagen und Hochrechnungsrahmen für dazwischen liegende Stichproben aktualisiert werden können. Ist die Erhebung freiwillig, scheitert eine vollständige Bestandsaufnahme, weil ein Teil der Befragten nicht antworten würde.

Die Auskunftspflicht dient aber auch dem Ziel, Stichproben zu erhalten, die tatsächlich repräsentativ sind: Zu diesem Zweck wird der Kreis der Befragten nach besonderen mathematisch-statistischen (Zufalls-) Verfahren ausgewählt. Ist die Erhebung freiwillig, würde ein Teil der Befragten nicht antworten. Dies ist problematisch, da die Gruppe der nicht antwortenden Personen strukturell oft anders zusammengesetzt ist als die Gruppe derjenigen, die freiwillig Auskunft geben: Die Auskunftgebenden sind dann nicht mehr repräsentativ für die Gesamtheit aller Personen. Da das Antwortverhalten verschiedener Gruppen nicht vorhersehbar ist, würde somit ein verzerrtes Bild der Wirklichkeit entstehen.

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