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Arbeitsmarkt

Erwerbstätigkeit

Erwerbstätigkeit

Über 44 Millionen Erwerbstätige im 2. Quartal 2017

Im zweiten Quartal 2017 setzte sich nach vorläufigen Berechnungen der Anstieg der Erwerbstätigkeit fort. Mit 44,2 Millionen Erwerbstätigen, die ihren Arbeitsort in Deutschland hatten, wurde das Vorjahresniveau weiterhin deutlich überschritten. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2016 wuchs die Zahl der Erwerbstätigen kräftig um 664 000 Personen. Die Wachstumsrate lag wie im ersten Quartal 2017 bei 1,5 %.

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Stabiler Aufwärtstrend der Erwerbstätigkeit setzt sich im Juni 2017 fort

Im Juni 2017 waren nach vorläufigen Berechnungen rund 44,2 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig, so viele wie noch nie seit der Wiedervereinigung Deutschlands. Gegenüber Juni 2016 nahm die Zahl der Erwerbstätigen um 657 000 Personen oder 1,5 % zu. Auch in den anderen Monaten des ersten Halbjahres 2017 hatte der Anstieg gegenüber dem Vorjahr jeweils bei 1,5 % gelegen. Erwerbslos waren im Juni 2017 rund 1,6 Millionen Personen, 236 000 weniger als ein Jahr zuvor.

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11 % der 65- bis 74-Jährigen sind erwerbstätig

Jede neunte Person zwischen 65 und 74 Jahren in Deutschland ging im Jahr 2016 einer Erwerbstätigkeit nach (11 %). Auf Basis von Ergebnissen des Mikrozensus waren das 942 000 der 8,3 Millionen Personen in diesem Alter. Vor zehn Jahren war der Anteil gerade einmal halb so hoch (5 %) gewesen. Seit 2012 wird die Grenze für die Regel­altersrente schrittweise auf 67 Jahre angehoben. Am Ende des Berichts­zeitraums 2016 galt eine Alters­grenze von 65 Jahren und 5 Monaten.

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Frauen und Männer

Bei Paaren mit kleinen Kindern ist eine Vollzeit­tätigkeit für Mütter die Ausnahme

Bei Paaren mit Kindern unter drei Jahren gingen im Jahr 2015 rund 83 % der Väter einer Erwerbs­tätigkeit in Vollzeit nach. Für die Mütter war eine Erwerbs­tätigkeit in Vollzeit mit einem Anteil von 10 % hingegen eher die Ausnahme. Im Westen Deutschlands waren nur rund 8 % der in einer Partner­schaft lebenden Mütter von Klein­kindern in vollem Umfang erwerbstätig. Im Osten war der Anteil mit rund 21 % deutlich höher. Bei diesen Angaben wurden Personen nur dann als erwerbstätig betrachtet, wenn sie nicht in Mutter­schutz beziehungs­weise Eltern­zeit waren. 

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9 % der erwerbstätigen Männer in Teilzeitarbeit

9 % der erwerbstätigen Männer zwischen 20 und 64 Jahren arbeiteten 2015 in Teilzeit. Wie das Statistische Bundesamt anlässlich des Weltmännertages am 3. November mitteilt, lag Deutschland im europäischen Vergleich damit an achter Stelle. Spitzenreiter war die Niederlande mit 22 %, gefolgt von Schweden und Dänemark (je 12 %).

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Vollzeitbeschäftigte arbeiteten 2015 im Durchschnitt 40,5 Stunden pro Woche

In Deutschland arbeiteten im Jahr 2015 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit einer Vollzeit­tätigkeit im Mittel 40,5 Stunden pro Woche. Die durch­schnittliche gewöhnliche Wochen­arbeitszeit sowohl vollzeit- als auch teilzeit­beschäftigter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hat sich in den letzten 20 Jahren um eine halbe Stunde erhöht. Die Arbeitszeit der Teilzeit­beschäftigten unterlag in dieser Zeit jedoch größeren Schwankungen: Von 1996 bis 2005 ist sie zunächst um gut eine Stunde auf den bisherigen Tiefststand von 17,7 Stunden pro Woche gesunken.

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Atypische Beschäftigung

Anteil atypischer Beschäftigung unverändert bei 21 %

Jeder fünfte Erwerbstätige zwischen 15 bis 64 Jahren ging 2016 einer atypischen Beschäftigung nach (20,7 %). Auf Basis von Ergebnissen des Mikrozensus blieb der Anteil der atypisch Beschäftigten in den letzten drei Jahren damit nahezu unverändert (2015: 20,8 %, 2014: 20,9 %). Der Anteil der Normalarbeitsverhältnisse lag 2016 mit 69,2 % ebenso in etwa auf dem Vorjahresniveau (2015: 68,7 %). Auf Selbstständige entfielen 9,9 % und auf unbezahlt mithelfende Familienangehörige 0,3 %. 

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Anteil der Normalarbeitsverhältnisse nimmt weiter zu

Die Zahl der Erwerbstätigen in einem Normalarbeitsverhältnis erhöhte sich 2015 um rund 317 000 Personen auf 24,8 Millionen. Auf Basis von Ergebnissen des Mikrozensus stieg im Vergleich zum Vorjahr der Anteil der Beschäftigten in Normalarbeitsverhältnissen an allen Kernerwerbstätigen auf 68,7 % (2014: 68,3 %). Die Bedeutung des Normalarbeitsverhältnisses nimmt bereits seit einigen Jahren wieder zu, 2006 hatte der Anteil noch bei 65,4 % gelegen.

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IM FOKUS vom 10.01.2017

Teilzeitbeschäftigung: Jede siebte Teilzeitkraft hat den Wunsch nach Mehrarbeit

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland sollen laut einem Gesetz­entwurf künftig das Recht bekommen, nach einer Phase der Teil­zeit­arbeit wieder zu ihrer ursprünglichen Arbeits­zeit zurück­zukehren. Bislang gibt es nur einen Anspruch auf zeitlich unbe­grenzte Teil­zeit­arbeit.

Im Jahr 2015 wünschten sich 14 % der Teilzeit­beschäftigten im Alter von 15 bis 74 Jahren zusätzliche Arbeits­stunden und würden dafür auch zur Verfügung stehen. In den letzten Jahren ist der Anteil dieser sogenannten Unter­beschäftigten an den Teilzeit­beschäftigten allerdings zurück­gegangen – im Jahr 2011 lag er noch bei 19 %. Die deutlich seltener in Teilzeit beschäftigten Männer äußerten häufiger den Wunsch nach Mehrarbeit (19 %) als Frauen (13 %).

Neben Unter­beschäftigten gab es im Jahr 2015 aber auch Erwerbstätige – in erster Linie Voll­zeit­beschäftigte –, die weniger arbeiten wollten: Insgesamt wünschten sich 3 % der Vollzeitbeschäftigten zwischen 15 und 74 Jahren, ihre Arbeitsstunden bei entsprechend verringertem Einkommen zu reduzieren.

Tabellen

Erwerbstätigkeit

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Mikrozensus/Arbeitskräfteerhebung

Erwerbstätigenrechnung in der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung

Monatsdaten

Vierteljahresdaten

Jahresdaten

Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte

Atypische Beschäftigung


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