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Arbeitsmarkt

Historische Daten zum Arbeitsmarkt

In diesem Bereich finden Sie lange Zeitreihen zum Teil ab 1882.

Erläuterungen zu den Tabellen der Streikstatistik sowie der Statistik der Arbeitslosen und gemeldeten (offenen) Stellen der Bundesagentur für Arbeit

Die amtliche Streik- beziehungsweise Arbeitskampfstatistik der Bundes­agentur für Arbeit (bis 2003 Bundesanstalt für Arbeit) beginnt 1899. Erhebungs­stellen waren zunächst die örtlichen Polizeibehörden. Ab 1923 traten durch das Arbeitsnachweisgesetz an die Stelle der Polizeibehörden die Arbeitsnachweisämter. Arbeitgeber waren gesetzlich verpflichtet, Beginn und Ende des Arbeitskampfes zu melden. Durch das Verbot der Arbeitskämpfe im Jahr 1933 wurde die Streikstatistik gegenstandslos.

Die Streik- beziehungsweise Arbeitskampfstatistik für die Bundesrepublik Deutschland beginnt 1949 und ist im Sozialgesetzbuch (SGB) III geregelt. Alle amtlichen Angaben über Arbeitskämpfe enthalten nur Streiks und Aus­sperrungen, an denen mindestens zehn Arbeitnehmerinnen beziehungs­weise Arbeitnehmer beteiligt waren, die mindestens einen Tag dauerten oder insgesamt einen Verlust von mehr als 100 Arbeitstagen verursacht haben. Die Arbeitsagenturen (früher: Arbeitsämter) erheben die Daten nicht selbst; sie registrieren und bearbeiten nur die Daten, die ihnen die zur Meldung verpflichteten Unternehmen und die dazu berechtigten Gewerkschaften anzeigen.

Für die Beurteilung der Lage auf dem Arbeitsmarkt – insbesondere der Arbeitslosigkeit – werden in Deutschland in erster Linie die Ergebnisse der Statistik der Arbeitslosen und der gemeldeten (offenen) Stellen der Bundes­agentur für Arbeit herangezogen. Weitgehend vergleichbare Ergebnisse können ab 1950 bereitgestellt werden.

Allerdings hatten im Laufe der Zeit Änderungen im Sozialrecht sowie in der Organisation der Sozial­verwaltungen Einfluss auf die Höhe der Arbeitslosen­zahlen. Beispielsweise wurde ab dem 1. Januar 1986 mit dem Arbeits­förderungs­gesetz älteren Arbeitslosen auch dann die Möglichkeit gegeben, Arbeitslosen­geld in Anspruch zu nehmen, wenn sie nicht arbeitsbereit waren und nicht alle Möglichkeiten nutzen oder nutzen wollen, um ihre Beschäftigungslosigkeit zu beenden. Eine analoge Regelung wurde für erwerbsfähige Leistungs­berechtigte eingeführt. Im Januar 1986 trat zudem ein Gesetz in Kraft, wonach Empfänger von Arbeitslosenhilfe nicht mehr als Arbeitslose gezählt wurden, wenn sie Erziehungsgeld bekamen und wegen eines Kindes nicht mehr verfügbar sein mussten. Auch dies hatte Einfluss auf die Vergleichbarkeit.
Die von der Bundesagentur für Arbeit (BA) veröffentlichten gemeldeten (offenen) Stellen (Zugänge und Bestände) stammen aus den Auftragskarteien der Arbeitsagenturen.

Weitere Erläuterungen zu den Arbeitsmarktstatistiken stehen Ihnen im Internetangebot der Bundesagentur für Arbeit zur Verfügung.

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