Normalansicht

Navigation und Service

Logo Destatis - Statistisches Bundesamt, Link zur Startseite

Arbeitsmarkt

Normalarbeitsverhältnis

Unter einem Normalarbeitsverhältnis wird ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis ver­stan­den, das in Voll­zeit oder in Teilzeit ab 21 Wochenstunden und unbefristet ausgeübt wird. Ein Normalarbeitnehmer arbeitet zudem direkt in dem Unternehmen, mit dem er einen Arbeitsvertrag hat. Bei Zeit­ar­beit­neh­me­rin­nen und -ar­beit­nehmern, die von ihrem Arbeitgeber – der Zeitarbeitsfirma – an andere Unternehmen ver­liehen werden, ist das nicht der Fall.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Normalarbeitsverhältnis sind voll in die so­zia­len Si­che­rungs­sys­teme wie Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung, Rentenversicherung und Kran­ken­ver­si­che­rung integriert. Das heißt, sie er­wer­ben über die von ihrem Er­werbs­ein­kom­men ab­ge­führ­ten Beiträge Ansprüche auf Leistungen aus den Ver­si­che­run­gen (oder haben ent­spre­chen­de An­sprü­che als Beamter).

Die Personen mit einem Normalarbeitsverhältnis werden aus den Jahresergebnissen des Mikro­zensus be­rech­net.

Für die Berechnung der Beschäftigten im Normalarbeitsverhältnis werden alle abhängig Be­schäf­tig­ten er­mit­telt, auf deren Haupt­tä­tig­keit die folgenden Kriterien zutreffen:

  • eine Vollzeittätigkeit oder eine Teilzeittätigkeit mit einer Wochenarbeitszeit von mindestens 21 Stunden
  • ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis
  • die volle Integration in die sozialen Sicherungssysteme
  • die Identität von Arbeits- und Beschäftigungsverhältnis

Ergebnisse zu den Normalarbeitnehmern beziehen sich auf Personen im Alter von 15 bis 64 Jahren, soweit sie nicht in Bildung oder Ausbildung sind. Für die Berechnung wird die Be­völ­ke­rung nach folgenden Kriterien ab­ge­grenzt:

  • Personen am Hauptwohnsitz im Alter von 15 bis 64 Jahren
  • ohne Schüler(innen)/Student(innen)/Auszubildende
  • ohne Grundwehr- und Zivildienstleistende bzw. ohne Personen im freiwilligen Wehrdienst sowie in Frei­wil­ligendiensten

Diese Gruppe (die auch als Kernerwerbstätige bezeichnet wird) befindet sich in einem Le­bens­abschnitt, in dem Erwerbsarbeit in deut­lich stärkerem Maße als Schwerpunkt der Le­bens­ge­stal­tung gesehen wird als bei­spiels­weise während der Ausbildung oder im Ruhe­stand. Sie gilt da­her, vor allem im Rahmen der Be­richt­er­stattung zur atypi­schen Beschäftigung, als Bezugs­größe für die Berechnung von Quoten.

© Statistisches Bundesamt (Destatis), 2017

Impressum – Kontakt – Barrierefrei