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Kurz erläutert

Volks­wirt­schaftliche Gesamt­rechnungen

Ein unverzicht­bares Instrumentarium für die Wirt­schafts­beobachtung sind die Volks­wirt­schaf­tlichen Gesamt­rechnungen (VGR). Sie vermitteln ein um­fassendes quanti­ta­tives Gesamt­bild des wirt­schaft­lichen Geschehens. Die VGR bestehen aus der Inlands­produkts­berechnung, der Input-Output-Rechnung, der Vermögens-, der Erwerbs­tätigen-, der Arbeits­volumen- sowie der Finanzierungs­rechnung.

Die Daten der VGR werden heran­ge­zogen, um die Ein­hal­tung der Ziele des Stabi­li­täts- und Wachstums­pakts (EU-Stabilitäts­pakt) zu überprüfen.

Unternehmen, Handwerk

Die deutsche Wirt­schaft ist vor­wie­gend mittel­ständisch geprägt, das heißt die Unter­nehmens­land­schaft bestimmen vor allem kleine und mitt­lere Unter­nehmen. Hierzu gehört auch die über­wiegende Zahl der Handwerks­unter­nehmen.

Angaben über Zahl und Struktur der Unter­nehmen ent­stammen dem Unternehmens­register. Dieses Register bedient sich ad­mini­stra­ti­ver Quellen und entlastet so­mit die Wirt­schaft von vermeid­barem Erhebungs­aufwand. Das Unter­nehmens­register wird auch heran­gezogen, um Infor­mationen über auslands­kontrollierte Unter­nehmen zu gewinnen. Dies ermöglicht unter anderem, den Welt­markt­ein­fluss auf die global ver­floch­tenen Unter­nehmen im Inland zu beobachten.

Die Gewerbe­anzeigen­statistik liefert Infor­mationen über Existenz­gründungen und Still­legungen. Besonders dramatisch sind Unter­nehmens­schließungen, wenn sie mit einer Insol­venz ver­bunden sind.

Arbeits­markt

Erwerbs­be­tei­li­gung spielt in unserer Gesell­schaft eine zentrale Rolle: Sie sichert den Lebens­unter­halt und ermö­glicht die Ein­ordnung des Einzelnen in das gesell­schaft­liche Gefüge. Außerdem trägt sie zu Wirt­schafts­wachs­tum und Wohl­fahrt bei. Ent­sprechend viel­fältig sind die amtliche Arbeits­markt­sta­tistik und ihre Quellen.

Daten­grund­lage für die Erwerbs­tätigen ist die Erwerbs­tätigen­rechnung. Sie wird in den Volks­wirt­schaft­lichen Gesamt­rechnungen (VGR) auf Grundlage aller wich­tigen erwerbs­statis­tischen Quellen erstellt, insbesondere der Sta­tistik der sozial­ver­sicherungs­pflichtig Beschäftigten, des Mikro­zensus, der Personal­stand­statistik und der Statis­tik für Wirtschafts­bereiche. Eine weitere zentrale Sta­tistik ist die monat­liche Arbeits­markt­statistik nach dem ILO-Konzept (Konzept der inter­nationalen Arbeits­orga­ni­sation).

Die Statis­tiken über registrierte Arbeits­lose, die stark im Fokus des öffent­lichen Interesses stehen, ent­stammen der Bundes­agentur für Arbeit. Die Daten fallen im Zusammen­hang mit den Auf­gaben der Arbeits­ver­mittlung und Leistungs­er­bringung für Arbeits­lose und Kurz­arbeiterinnen bzw. Kurzarbeiter an.

Verdienste & Arbeits­kosten

Für viele Menschen sind Ver­dienste der wich­tigste Teil ihres Ein­kommens. Verdienste sind Arbeits­ein­kommen, die Arbeit­nehmer­innen und Arbeit­nehmer für ihre Tätig­keiten regel­mäßig beziehen. Für Arbeit­geber stellen diese Ver­dienste Kosten dar: Zusammen mit den Lohn­neben­kosten machen sie die Arbeits­kosten aus.

Die Daten über Verdienste und Arbeits­kosten erlauben somit auch Ein­blicke in die Kosten­situation der Wirt­schaft und ihre Ver­änderung. Sie bilden eine wichtige Infor­mations­grund­lage zum Beis­piel für die Konjunk­tur­analyse und Geld­politik.

Preise

Die Preisindizes der amt­lichen Statistik spielen eine wichtige Rolle bei der Beur­tei­lung der gesamt­wirt­schaft­lichen Ent­wicklung. Der Verbraucher­preis­index ist eine zentrale Kenn­zahl für die Geld­wert­sta­bilität in Deutsch­land. Außerdem werden die Preis­indizes zur Berechnung des realen Wirt­schafts­wachs­tums herangezogen. In seiner inter­national angepassten Form als Harmonisierter Verbraucher­preis­index dient der Verbraucher­preis­index zum Beispiel der Euro­päischen Zentral­bank zur Beurteilung der Inflation in Deutschland.

Der Ver­braucher­preis­index ist im Unter­schied zu den Erzeuger­preis­indizes ein Index der Einkaufs­preise. Zu den Indizes der Verkaufs­preise gehören neben den Erzeuger­preisen land­wirt­schaft­licher und gewerb­licher Produkte beispiels­weise auch der Index der Ausfuhr­preise und die Preis­indizes für Neubau und Instand­haltung.

Absolute Durch­schnitts­preise in Euro werden in der amt­lichen Preis­statistik nur als Kauf­werte für Bauland bzw. für land­wirt­schaft­liche Grund­stücke sowie für Energie­träger berechnet. Da die zentrale Aufgabe der Preis­statistik darin besteht, die Preis­ent­wicklung im Zeit­ablauf dar­zustellen, werden die Ergebnisse in der Regel in Form von Messzahlen bzw. Indizes nachgewiesen.

Außen­handel

Die deutsche Wirt­schaft ist in hohem Maße export­orien­tiert und damit auch export­ab­hängig. Gleich­zeitig ist Deutsch­land als roh­stoff­armes Land aber auch auf Importe – ins­besondere im Energie­bereich (Erdöl, Erdgas) – angewiesen.

Gegenstand der Außen­handels­statistik ist der grenz­über­schreitende Waren­verkehr mit dem Ausland. Wichtige Erhebungs­merk­male sind die Liefer­richtung, also Einfuhr oder Ausfuhr, die Waren­art und das Partner­land. An der Ent­wicklung der Außen­handels­daten lässt sich ablesen, welche Waren und Handels­partner an Bedeutung gewinnen oder verlieren.

Umwelt

Der Mensch nutzt die Natur, um zu leben. Er gestaltet sie, verbraucht sie aber auch: Er bebaut Flächen, baut Rohstoffe ab, nutzt und verschmutzt Wasser und Luft. Deshalb stellt sich die Frage, wie nach­haltig mensch­liches Handeln ist: Verbraucht der Mensch die Natur so, dass für seine Nach­kommen noch etwas übrig bleibt?

Zahlreiche Daten aus den umwelt­sta­tis­tischen Erhebungen und den Umwelt­öko­no­mischen Gesamt­rechnungen liefern wert­volle Informationen, um den Zustand einzelner Umweltbereiche sowie den Umgang mit Umwelt­ressourcen zu beurteilen.

Zusatzinformationen

Auf einen Blick

Wirtschafts­wachstum (BIP)Q II/20170,6 %
Unternehmen20153,5 Mill.
Erwerbstätige201643,5 Mill.
Reallöhne20161,8 %
Inflations­rateAugust 20171,8 %
Exportüberschuss2016252 Mrd. €
Abfallauf­kommen2015402 Mill. t

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