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Warum keine In-/Outliste zur Basisumstellung?

Die Wägungsschemata für Güter, Geschäftstypen und Bundesländer werden über fünf Jahre konstant gehalten und auch die Umsetzung methodischer Änderungen wird bewusst nur auf die Termine einer turnusmäßigen Überarbeitung gelegt. Der Sinn dieser Kontinuität ist, dass wirklich nur Preisänderungen zu Ausschlägen des Verbraucherpreisindex führen sollen, nicht jedoch mögliche Verschiebungen beim Ausgabeverhalten der privaten Haushalte.

Für den Warenkorb hingegen ist das Konstanthalten über Jahre weder realistisch noch gewollt. Mit „Warenkorb“ meinen wir die konkrete Auswahl bei den Waren und die Festlegung der Verbrauchsfälle bei den Dienstleistungen, an Hand derer monatlich mehr als 300.000 Einzelpreise erhoben werden. Die mit der Preiserhebung befassten Mitarbeiter werden jeden Monat damit konfrontiert, dass ein Teil dieser Artikel aus der Stichprobe nicht mehr angeboten wird und durch neue Produktvarianten ersetzt werden muss. Diese „Modellwechsel“ führen zu einer laufenden, sukzessiven Aktualisierung der Stichprobe.

Neben solchen Ersetzungen kann es darüber hinaus während einer Basisperiode zu Ergänzungen oder zum Wegfall von Artikeln im Warenkorb kommen. Bei der Lektüre des neuen Wägungsschemas (2010=100) trifft man auf einige neue Güterarten, zum Beispiel „Kaffeepads und Kaffeekapseln“. Nicht immer muss das bedeuten, dass dieses Produkt vorher nicht im Warenkorb war. Die entsprechenden Produktvarianten waren möglicherweise unter einer anderen Güterart – um beim Beispiel zu bleiben, unter „Bohnenkaffee“ – subsumiert und haben inzwischen eine ausreichend hohe Verbrauchsbedeutung erlangt, die eine eigene Güterart nahelegt. Auch weggefallene Güterarten bedeuten nicht unbedingt, dass die enthaltenen Gütervarianten nicht mehr in der Stichprobe sind. Zum Teil werden Güterarten mit ähnlicher Preisentwicklung oder zurückgehender Verbrauchsbedeutung zusammengefasst – die entsprechenden Produktvarianten existieren aber weiterhin im Warenkorb.

Da also wie beschrieben ein laufender Austausch erfolgt, ergibt eine In-/Out-Liste für Produkte des Warenkorbes anlässlich einer turnusmäßigen Überarbeitung keinen Sinn.

© Statistisches Bundesamt (Destatis), 2017

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