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Preise

Preisindizes im Überblick

Preise

In der Preis­statistik werden Ergebnisse von zeitlichen und räumlichen Preis­vergleichen in Form von Indizes veröffentlicht. Die Indizes beziehen sich auf die Ebenen der Verbraucher, der Erzeuger, des Groß­handels sowie des Außen­handels. Absolute Durch­schnitts­preise in Euro werden nur als Kauf­werte für Bauland bzw. für land­wirtschaft­liche Grund­stücke sowie für Energie­träger berechnet.

Verbraucherpreise

Der Verbraucherpreisindex (VPI) misst die Preis­entwicklung aller Waren und Dienst­leistungen, die private Haushalte für Konsum­zwecke kaufen. Darunter fallen zum Beispiel Nahrungs­mittel, Bekleidung und Kraft­fahrzeuge ebenso wie Mieten, Reinigungs­dienst­leistungen oder Reparaturen. Die Veränderung des Verbraucher­preisindex für Deutschland gegenüber dem Vorjahres­monat beziehungs­weise dem Vorjahr wird umgangs­sprachlich auch als Inflations­rate bezeichnet.

Das Statistische Bundesamt berechnet zusätzlich für europäische Zwecke den Harmo­ni­sierten Verbraucher­preisindex (HVPI), welcher die Preis­entwicklungen in Deutschland nach europa­weit harmoni­sierten Konzepten, Methoden und Verfahren misst.

Erzeuger­preise

Die Preis­entwicklungen von Roh­stoffen und Industrie­erzeugnissen, die in Deutsch­land hergestellt und im Inland verkauft werden, werden durch den Erzeuger­preisindex für gewerb­liche Produkte dargestellt. Dazu zählen Mineralöl­produkte, Metalle, chemische Grund­stoffe und Nahrungs­mittel. Die Produzenten dieser Güter gehören zum Verarbeitenden Gewerbe, zur Energie- und Wasser­wirtschaft sowie zum Bergbau.

Die Erzeuger­preisindizes für die Land- und Forst­wirtschaft bilden die Entwicklung der Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte aus pflanzlicher beziehungsweise tierischer Erzeugung ab, wie beispielsweise für Getreide, Raps und Rinder. Auch die Entwicklung der Erzeugerpreise forstwirtschaftlicher Produkte (Stamm- und Industrieholz) wird dargestellt. Auf der Ausgabenseite stehen Indizes zur Verfügung, die die Preisent­wicklung land­wirtschaftlicher Betriebs­mittel wiedergeben, wie beispielsweise für Saat- und Pflanzgut, Energie und Schmierstoffe, Düngemittel sowie für Futtermittel.

Die Preis­entwicklungen für Dienst­leistungen, die in bestimmten Branchen für gewerbliche und private Kunden erbracht werden, werden mit Hilfe der Erzeuger­preis­indizes für Dienst­leistungen dargestellt. Dazu zählen Verkehr und Logistik, Information und Kommunikation, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienst­leistungen sowie Verwaltungs- und Unterstützungs­leistungen.

Groß­handels­preise

Der Großhandelspreisindex stellt die Preisentwicklung für die von Großhändlern im Inland abgesetzten Waren, soweit diese Verkäufe der Großhandelsfunktion zuzurechnen sind, dar. Zu den abgesetzten Waren zählen zum Beispiel Benzin, Heizöl, Metalle, Erze, Getreide und Saatgut.

Die Waren können sowohl im Inland produziert als auch nach Deutschland importiert worden sein. Direkte Verkäufe an den Endabnehmer beziehungsweise ins Ausland werden dabei nicht berücksichtigt.

Bau- und Immobilien­preise

Das Statistische Bundesamt berechnet Bau- und Immobilienpreisindizes, welche Preisentwicklungen in einzelnen Bereichen der Bau- und Immobilienwirtschaft widerspiegeln. Am bekanntesten sind die Indizes der Bauleistungspreise. Diese veranschaulichen die Entwicklungen von Erzeugerpreisen für Bauleistungen, beispielsweise Bauleistungen bei den Mauerarbeiten, Gerüstarbeiten oder Zimmer- und Holzbauarbeiten.

Daneben werden Preisentwicklungen für Fertighäuser und für Wohneigentum bzw. Einfamilienhäuser dargestellt. Des Weiteren ermittelt das Statistische Bundesamt Kaufwerte für Bauland und Kaufwerte für landwirtschaftliche Grundstücke.

Außen­handels­preise

Das Statistische Bundesamt misst die durchschnittlichen Preis­entwicklungen aller Waren, die zwischen Deutschland und dem Ausland gehandelt werden mit Hilfe des Einfuhr­preis­indexes und des Ausfuhr­preis­indexes. Der Einfuhr­preisindex enthält zum Beispiel Erdöl, Mineral­ölerzeugnisse, Rohstoffe und Getreide.

Internationaler Preisvergleich

Das Statistische Bundesamt berechnet Teuerungs­ziffern für die Auslandsbesoldung, welche Preisunterschiede zwischen In- und Ausland für einen Warenkorb wiedergeben, der die von deutschen Angestellten- und Beamtenhaushalten typischerweise gekauften Konsumgüter enthält.

Die von Eurostat berechneten Kaufkraftparitäten basieren auf Preiserhebungen der nationalen Statistischen Ämter und ermöglichen einen räumlichen Vergleich der Preise, die in verschiedenen Ländern für einen international abgestimmten Warenkorb gezahlt werden.

Die Berechnung von Verbrauchergeldparitäten wurde mit Ende des Berichtsjahres 2009 eingestellt.

IM FOKUS vom 27.10.2017

Preis­schwankungen bei Energie

Die starken Preisschwankungen bei Energie haben das Interesse vieler Nutzerinnen und Nutzer nach verlässlichen amtlichen Daten zur Preisentwicklung unterschiedlicher Energiearten verstärkt. In diesem Zusammenhang interessieren zunehmend Angaben, die Ursachen für die aktuellen Preisbewegungen aufzeigen. Dazu gehören Preisindizes auf verschiedenen Wirtschafts- und Vermarktungsstufen für die unterschiedlichen Energiearten, mit deren Hilfe die Preisentwicklung vom Import von Primärenergieträgern bzw. deren inländischer Erzeugung bis zu den preislichen Auswirkungen für einzelne Endabnehmergruppen nachvollzogen werden kann.

Die Veröffentlichung "Daten zur Energiepreisentwicklung" fasst Energiedaten verschiedener Preisstatistiken des Statistischen Bundesamtes und des Statistischen Amtes der EU (Eurostat) zusammen.

Zusatzinformationen

Auf einen Blick

Verän­derung zum Vor­jahres­zeit­raum in %
Ver­braucher­preise10/20171,6
Er­zeuger­preise ge­werb­licher Pro­dukte10/20172,7
Groß­handels­preise10/20173,0
Baupreise08/20173,1
Einfuhr­preise09/20173,0
Ausfuhr­preise09/20171,7

Presse

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