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Umwelt

Umweltökonomische Gesamtrechnungen (UGR)

Die Umweltökonomischen Gesamtrechnungen (UGR) beschreiben die Wechselwirkungen zwischen Wirtschaft und Umwelt.

Eine Volkswirtschaft setzt für ihre wirtschaftlichen Aktivitäten, Produktion und Konsum, nicht nur Arbeit und produziertes Vermögen ein, sondern auch nicht produziertes Naturvermögen. Zum Naturvermögen zählen Rohstoffe, wie Energieträger, Erze und andere Mineralien und Wasser sowie Fläche, die als Standort für Produktions-, Konsum- und sonstige Aktivitäten (zum Beispiel Erholung, Freizeit) dient. Diese Teile des Naturvermögens werden direkt genutzt.

Ein weiterer Bestandteil des Naturvermögens sind Ökosysteme und sonstige natürliche Systeme (zum Beispiel die Atmosphäre). Sie stellen Dienstleistungen für wirtschaftliche Aktivitäten zur Verfügung, etwa indem sie die bei der Produktion oder beim Konsum entstandenen Rest- und Schadstoffe, wie Luftemissionen, Abfälle sowie Abwasser aufnehmen und abbauen. Die UGR haben das Ziel, die verschiedenen Formen der Wechselwirkungen zwischen Wirtschaft und Umwelt - Umweltbelastungen durch Nutzung des Naturvermögens, daraus sich ergebende Veränderungen des Umweltzustands und durch die Gesellschaft ergriffene Maßnahmen zum Schutz der Umwelt - zu beschreiben.

Die UGR wurden als Satellitensystem zu den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR) konzipiert. Sie verwenden - soweit sinnvoll und möglich - die gleichen Konzepte, Definitionen, Abgrenzungen und Gliederungen wie die VGR, umfassen anders als diese aber häufig physische Größen, beispielsweise Rohstoffeinsatz in Tonnen, Energieverbrauch in Joule oder Flächenbedarf in km2.

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