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Umwelt

Material- & Energieflüsse

Material, Rohstoffe, Wasser

1 700 Millionen Tonnen Rohstoffe für Importe 2011 benötigt

Die Masse der Importe, ausgedrückt in Rohstoffäquivalenten ist durchschnittlich fast dreimal so hoch wie das Eigengewicht der importierten Güter. So wurden nach vorläufigen Ergebnissen im Jahr 2011 beispielsweise 619 Millionen Tonnen Güter eingeführt, für deren Herstellung aber fast 1 700 Millionen Tonnen Rohstoffe eingesetzt wurden. Bei den Exporten ist dieses Verhältnis sogar noch größer. Für die deutschen Exporte des Jahres 2011 - insgesamt 378 Millionen Tonnen - wurden im In- und Ausland für deren Produktion nahezu 1 500 Millionen Tonnen Rohstoffe aufgewandt. Bei der Berechnung von Rohstoffäquivalenten werden die importierten beziehungsweise exportierten Güter umgerechnet in die Rohstoffmengen, die für ihre Erzeugung benötigt wurden.

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Energieverbrauch

Primärenergieverbrauch steigt seit 2014 wieder leicht an

Den Energieverbrauch durch Energieeinsparung und höhere Energieeffizienz zu senken, ist neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien die zweite tragende Säule der Energiewende. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich der derzeit stattfindenden Weltklimakonferenz in Bonn mitteilt, ist der Primärenergieverbrauch in Deutschland seit dem Tiefststand im Jahr 2014 wieder leicht angestiegen, erreichte aber dennoch den drittniedrigsten Stand seit 1990. Insgesamt ist der Primärenergieverbrauch im Zeitraum von 1990 bis 2016 um 9,8 % gesunken.

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Anteil erneuerbarer Energien im Jahr 2016 bei rund 15 %

Wie das Statistische Bundesamt anlässlich der derzeit in Bonn stattfindenden Weltklimakonferenz mitteilt, ist der Anteil erneuerbarer Energien am Brutto-Endenergieverbrauch von 3,7 % im Jahr 2000 auf 14,6 % im Jahr 2016 gestiegen.

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Emissionen

Bilanz der Treibhausgasemissionen im Bereich der Landnutzung hat sich von 2010 bis 2015 verschlechtert

Der Bereich der Landnutzung, Landnutzungs­änderung und Forst­wirtschaft hat zwar auch 2015 mehr Treibhaus­gase von der Umwelt aufgenommen als an die Umwelt abgegeben. Allerdings hat sich diese Bilanz seit 2010 verschlechtert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich der derzeit in Bonn stattfindenden Weltklima­konferenz mitteilt, betrug die Differenz zwischen Aufnahme und Abgabe (Netto­emissionen) im Jahr 2015 rund – 14,6 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. 2010 hatte dieser Wert noch bei – 16,4 Millionen Tonnen gelegen. 

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Weiter steigende Motorleistung der Personenkraftwagen verhindert Rückgang der CO2-Emissionen

Die durchschnittliche Motorleistung von neuzugelassenen Fahrzeugen ist von 2008 bis 2015 deutlich angestiegen. Die Neuzulassungen des Jahres 2015 hatten eine Motorleistung von durchschnittlich 105,7 kW. 2008 hatte sie noch bei 96,4 kW gelegen. Dies führte im Jahr 2015 im Vergleich zu 2008 zu einem rechnerischen Mehrverbrauch von 3,7 Milliarden Litern Kraftstoff und zu 9,3 Millionen Tonnen zusätzlichen Kohlendioxid-Emissionen.

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Wachstum bei den leichten Nutz­fahrzeugen erhöht den Energie­verbrauch des Straßenverkehrs

Neue Formen des Einkaufens, insbesondere der steigende Anteil von E-Commerce-Zustellungen an Privatkunden (B2C), haben den überregionalen und städtischen Güterverkehr in den letzten Jahren stark verändert. Kurier-, Paket- und Expressdienste übernehmen mit ihren Transportern ähnlich flexibel wie ein Pkw die direkte Belieferung der Verbraucher. Der Bestand der leichten Nutzfahrzeuge (Nutzlast < 3,5 t) ist zwischen 2005 und 2014 um 22,3 % auf fast 2,3 Millionen Fahrzeuge gewachsen. Die Fahr­leistun­gen der Trans­porter sind aufgrund ihrer Funktion im Verteil­verkehr der Ballungs­räume mit 20,8 % erheblich stärker gestiegen als die Fahr­leistungen im Straßen­verkehr insgesamt (+ 6,1 %). Der Energie­verbrauch der Trans­porter ist in dieser Zeit mit 23,4 % deutlich stärker gestiegen als der der Pkw (+ 0,9 %), während beim Schwer­last­verkehr der Energie­verbrauch sogar um 5,0 % gesunken ist. Damit tragen die leichten Nutz­fahr­zeuge wesentlich dazu bei, dass der Anteil des Straßen­verkehrs am insgesamt rückläufigen End­energie­verbrauch weiter steigt.

Weitere Informationen darüber, wie sich Energie­verbrauch, Fahrleis­tungen und Be­stand der einzel­nen Fahr­zeug­segmente seit 2005 entwickelt haben, bietet der Fachbericht "Transport­leistungen und Energie­verbrauch im Straßen­verkehr 2005 bis 2014".

Ausgewählte Publikationen

Umweltnutzung und Wirtschaft
- Bericht zur UGR

UGR Bericht 2014

Umweltnutzung und Wirtschaft - Bericht zu den Umweltökonomischen Gesamtrechnungen 2014

Die Publikation umfasst alle Themenbereiche, die derzeit im Rahmen der Umweltökonomischen Gesamtrechnungen (UGR) bearbeitet werden: UGR und Nachhaltigkeit, Umweltproduktivität, Material- und Energieflüsse (Rohstoffe, Energie, Luftschadstoffe, Treibhausgase, Wasser, Abfall), Flächennutzung, Umweltschutzmaßnahmen, Umweltnutzung der privaten Haushalte, Verkehr und Umwelt, Landwirtschaft und Umwelt sowie Waldgesamtrechnung. Sie wird ergänzt durch einen ebenfalls online verfügbaren umfangreichen Tabellenband (Ausgabe 2016).

Umweltnutzung und Wirtschaft
- Tabellen zu den UGR

Umweltnutzung und Wirtschaft - Tabellen zu den Umweltökonomischen Gesamtrechnungen

Der UGR-Tabellenband ergänzt den UGR-Bericht „Umweltnutzung und Wirtschaft – Bericht zu den Umweltökonomischen Gesamtrechnungen“ und enthält Daten zu den unterschiedlichen Themen der Umweltökonomischen Gesamtrechnungen. Er umfasst fünf Teile, welche als Pdf- und Excel-Dateien vorliegen. Allen Teilen vorangestellt ist eine Einführung in die Thematik der Umweltökonomischen Gesamtrechnungen sowie Erläuterungen zu den einzelnen Kapiteln.

Artikel-Nr. 5850007167006 / 5850008167006

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Transportleistungen und Energieverbrauch
im Straßenverkehr

Umweltökonomische Gesamtrechnungen: Transportleistungen und Energieverbrauch im Straßenverkehr

Umweltökonomische Gesamtrechnungen - Transportleistungen und Energieverbrauch im Straßenverkehr 2005 - 2015

Der Bericht beleuchtet den Energieverbrauch und die Fahrleistungen im Straßenverkehr.

Ältere Ausgaben zu dieser Veröffentlichung finden Sie im Bereich Publikationen

Zusatzinformationen

Auf einen Blick

Primär­energie­ver­brauch201413 562 PJ
Rohstoff­ent­nahme und Import20141 727 Mill. t
Treibhausgase20141 062 Mill. t
darunter Kohlen­dioxid2014954 Mill. t
Umweltsteuern201658 Mrd.

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