Normalansicht

Navigation und Service

Logo Destatis - Statistisches Bundesamt, Link zur Startseite

Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen, Inlandsprodukt

Eine Billion Euro Gebrauchsvermögen in privaten Haushalten

Die privaten Haushalte besaßen am Jahresende 2016 langlebige Gebrauchsgüter – Fahrzeuge, Möbel und andere Haushaltsausstattungsgüter – im Zeitwert von einer Billion Euro. Das waren durchschnittlich 25 460 Euro pro Haushalt. Möbel und Haushaltsgeräte machen mehr als 40 % des Gebrauchsvermögens aus, Personen­fahrzeuge ein weiteres Drittel. Das restliche Gebrauchs­vermögen umfasst Güter für Freizeit- und Unter­haltungs­zwecke wie Fernseh­geräte, Computer, Digital­kameras und Wohnmobile sowie sonstige langlebige Güter - ins­besondere Uhren und Schmuck. Nicht dazu zählen Goldbarren, Münzen, Antiquitäten und ähnliche Güter ein­schließlich eines Teils des Schmucks, die nicht zu Gebrauchszwecken, sondern in erster Linie als Wert­auf­bewahrungs­mittel dienen.

Der Zeitwert des privaten Gebrauchs­vermögens ist von 607 Milliarden Euro am Jahresende 1991 auf 1042 Milliarden Euro am Jahresende 2016, das heißt um 72 % gestiegen. Preisbereinigt ist es in diesem Zeit­raum um die Hälfte gestiegen. Dabei hat sich die wertmäßige Zusammensetzung in den vergangenen 25 Jahren nur geringfügig geändert. Schon im Jahr 1991 machten die Güter­gruppen Möbel und Haushalts­geräte sowie Fahrzeuge mehr als Dreiviertel des Gesamtbestandes aus.

Während der Zeitwert der Güter für Freizeit- und Unterhaltungszwecke zwischen den Jahren 1991 und 2016 um etwas mehr als die Hälfte zunahm, hat sich der preisbereinigte Neuwert dieser Gütergruppe (dargestellt durch den Ketten­index) innerhalb der letzten 25 Jahre mehr als vervierfacht. Die anderen Gütergruppen weisen in diesem Zeitraum vergleichsweise moderate reale Veränderungen zwischen 23 % für Personenfahrzeuge und 80 % für therapeutische Geräte und Ausrüstungen sowie Uhren und Schmuck auf. Dies deutet darauf hin, dass die Ausstattung der Haushalte mit moderner Informations- und Unterhaltungstechnik stetig voranschreitet und die Freizeitorientierung der privaten Haushalte einen zunehmend höheren Stellenwert einnimmt. Die reale Ent­wicklung des Gebrauchsvermögens zum Neuwert liefert Anhaltspunkte dafür, in welchem Umfang den privaten Haushalten langlebige Gebrauchsgüter zur Nutzung zur Verfügung stehen, unabhängig davon, in welchem Ausmaß sie bereits verbraucht, das heißt abgeschrieben sind. Sie enthält nach Ausschaltung des Preis­ein­flusses neben der Mengenentwicklung der Ausstattung der Haushalte mit den entsprechenden Gütern auch noch die Qualitätsentwicklung. Insgesamt ist der Neuwert des Gebrauchsvermögens privater Haushalte im betrachteten Zeitraum real um 63 % gestiegen.

Methodische Grundlagen zum Gebrauchsvermögen privater Haushalte.

© Statistisches Bundesamt (Destatis), 2017

Impressum – Kontakt – Barrierefrei