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Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen, Inlandsprodukt

Generalrevision 2011

Die Generalrevision 2011 diente in erster Linie der Umstellung auf die neuen Wirtschaftszweig- und Güterklassifikationen. Das sind insbesondere die Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008), die international der neuen NACE Rev.2 entspricht, sowie das revidierte Güterverzeichnis für Produktionsstatistiken (GP 2009), das international der neuen CPA entspricht. Während in vielen Fachstatistiken schon seit 2009 mit den neuen Klassifikationen gearbeitet wurde, benötigt die VGR für eine solche Umstellung umfassende Basisstatistiken nach neuer Klassifikation. Diese liegen naturgemäß erst zu einem späteren Zeitpunkt vor, sodass die VGR erst 2011 auf die neuen Klassifikationen umgestellt werden konnte. Die Revision war innerhalb Europas harmonisiert, sodass es ab 2011 europaweit revidierte VGR-Ergebnisse nach der neuen NACE Rev. 2 und der neuen CPA gab.

Neben der Umstellung auf die neuen Klassifikationen wurde auch das Referenzjahr für die Verkettung von preisbereinigten Größen aktualisiert; das neue Referenzjahr war 2005. Darüber hinaus wurden alle bisherigen Berechnungen überprüft und bei Bedarf überarbeitet und neue Erkenntnisse soweit möglich in die Rechnungen integriert. Dadurch war es in den gesamten Zeitreihen ab 1991 zu Korrekturen unterschiedlicher Größenordnungen gekommen und letztlich ein komplett neuer Datensatz entstanden.

Zu den neu verwendeten Datenquellen gehörten unter anderem Jahreserhebungen, deren Ergebnisse erstmals nach der neuen Wirtschaftszweiggliederung (WZ 2008) vorlagen. Außerdem wurden die VGR-Ergebnisse verstärkt mit den Ergebnissen des Unternehmensregisters abgeglichen. Eine weitere neue Datenquelle war die Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2008, die nur alle fünf Jahre stattfindet und deren Ergebnisse nun erstmals verfügbar waren. Daneben gab es Neuerungen in der Methodik der Umsatzsteuerstatistik ab Berichtsjahr 2006.

Die aktuellen Neuberechnungen der VGR-Revision 2011 ergaben Veränderungsraten der jährlichen Ursprungswerte des BIP, die um bis zu 0,3 Prozentpunkte von den bisher veröffentlichten Ergebnissen abweichen; lediglich in den Jahren 2007 (+ 0,6 Prozentpunkte) und 2009 (- 0,4 Prozentpunkte) waren die Korrekturen etwas größer. Die vierteljährlichen Veränderungsraten im Vorjahresvergleich wurden um bis zu 0,7 Prozentpunkte, die der saison- und kalenderbereinigten Ergebnisse im Vorquartalsvergleich um bis zu 0,5 Prozentpunkte revidiert. Die mittlere absolute Revision des preisbereinigten BIP lag bei 0,2 Prozentpunkten im Vorjahresvergleich und bei 0,1 Prozentpunkten im saison- und kalenderbereinigten Vorquartalsvergleich. Der Revisionsbedarf ist in der Regel in den letzten vier Jahren (also ab 2007) am größten, da für diese Zeiträume die Ergebnisse von Basisstatistiken zum Teil erstmalig verfügbar sind. Die in der jüngeren Vergangenheit stark schwankende Konjunktur hat die Schätzungen am aktuellen Rand zusätzlich erschwert. Das bisherige Konjunkturbild ist aber im Wesentlichen erhalten geblieben. Die revidierten Ergebnisse und Differenzen für das BIP zeigt die folgende Übersicht:

Im Rahmen der VGR-Revision 2011 wurden die Ergebnisse für Deutschland bis 1991 zurück neu berechnet. Damit liegen lange, vergleichbare Zeitreihen für die Zeit seit der deutschen Vereinigung vor. Angaben für das frühere Bundesgebiet (also vor 1991) wurden im Rahmen dieser Revision jedoch nicht neu berechnet; hier gilt auch weiterhin der Stand von 2005, als die vorangegangene große VGR-Revision stattfand (siehe Revision 2005).

Weitere Informationen zur Generalrevision 2011:

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