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Verdienste & Arbeitskosten

Kommission orientiert sich bei Anpassung des Mindestlohns an Tarifindex

Wie die Mindestlohnkommission festgelegt hat, wird sie sich bei der erstmaligen Anpassung des gesetzlichen Mindestlohns zum 1. Januar 2017 am monatlichen Index der tariflichen Stundenverdienste ohne Sonderzahlungen orientieren. Bei dem bis spätestens zum 30. Juni 2016 bekanntzugebenden Beschluss verwendet die Kommission die Veränderungsrate dieser Indexreihe vom Dezember 2014 bis zum Zeitpunkt des Beschlusses. Im Zeitraum von Dezember 2014 bis Juni 2016 ist der Index um 3,2 % gestiegen.

Diese Veränderungsrate des Tarifindex spiegelt alle Tarifabschlüsse beziehungsweise bereits vorher festgelegten Stufenerhöhungen wider, die im Zeitraum von Januar 2015 bis einschließlich Juni 2016 zur Auszahlung gekommen sind. Da die jüngst erfolgten Tarifabschlüsse im öffentlichen Dienst und in der Metall- und Elektroindustrie erst in der zweiten Jahreshälfte 2016 zahlungswirksam werden, wurden sie nicht berücksichtigt. Simulationsrechnungen haben ergeben, dass sich die Veränderungsrate von + 3,2% durch den Tarifabschluss im öffentlichen Dienst auf + 4,0% und durch den Tarifabschluss in der Metall- und Elektroindustrie auf + 3,7 % erhöht hätte. Beide Tarifabschlüsse zusammen hätten zu einer Steigerung von 4,4 % geführt.

In die Berechnungen des Tarifindex fließen rund 500 ausgewählte Tarifverträge und Besoldungsordnungen der Beamtinnen und Beamten ein. Da zum jetzigen Zeitpunkt bereits alle Tarifabschlüsse und Stufenerhöhungen vollständig vorliegen, die bis Ende Juni 2016 zur Auszahlung kommen, konnte die Indexberechnung für diesen Monat frühzeitig abgeschlossen werden.

Ausführliche methodische Erläuterungen zu den Tarifindizes bietet das Methodenpapier "Index der Tarifverdienste: Methodische Erläuterungen". Die vollständigen Ergebnisse des monatlichen Index der Tarifverdienste können über die Tabelle "Monatlicher Index der Tarifverdienste" (62231-0001) in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden. Darüber hinaus werden die vierteljährlichen Ergebnisse – wie bisher schon – über eine Pressemitteilung verbreitet.

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