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Verdienste & Arbeitskosten

1,8 Millionen Jobs mit Mindest­lohn im April 2016

Im April 2016 wurden in Deutschland knapp 1,8 Millionen Beschäftigung­sverhältnisse mit dem gesetzlichen Mindest­lohn von 8,50 Euro brutto je Arbeits­stunde bezahlt. Das waren rund 150 000 Beschäftigungs­verhältnisse weniger als im Vorjahr. Insgesamt hatten 0,8 Millionen Jobs im April 2016 einen Stunden­lohn von weniger als 8,50 Euro, obwohl sie unter das Mindest­lohn­gesetz fielen. Ein Jahr zuvor waren es noch 1,0 Millionen Jobs gewesen.

Kürzung der Arbeitszeiten

Viele Arbeitgeber reagierten auf die Einführung des Mindest­lohns mit einer Kürzung der bezahlten Arbeits­zeit. Sie reduzierten die durchschnittliche wöchentliche Arbeits­zeit von Vollzeit­beschäftigten mit Mindest­lohn um knapp 10 %. Im Durchschnitt lag sie im April 2016 bei 36,2 Stunden. Im April 2014 – vor Einführung des Mindest­lohns – waren für Vollzeit­beschäftigte unterhalb des Mindest­lohns noch 40,1 Stunden je Woche bezahlt worden. Dadurch erhöhte sich der Brutto­monats­verdienst durch die Einführung des Mindest­lohns nicht im gleichen Maße wie der Brutto­stunden­verdienst. Vollzeit­beschäftigte mit Mindest­lohn erhielten im April 2016 durchschnittlich 1 336 Euro brutto im Monat. Das waren 4 % mehr als noch im April 2014. Bei unveränderter bezahlter Wochen­arbeits­zeit wäre der Brutto­monats­verdienst durch die Einführung des Mindest­lohns voraussichtlich auf durchschnittlich 1 481 Euro gestiegen.

Auch bei geringfügig entlohnten Beschäftigungs­verhältnissen mit Mindest­lohn reduzierten Betriebe die durchschnittliche wöchentliche Arbeits­zeit, und zwar von 9,0 Stunden im April 2014 auf 8,3 Stunden im April 2016. Der durchschnittliche Brutto­monats­verdienst stieg im gleichen Zeitraum um 16 % von 264 Euro auf 306 Euro.

Methodischer Hinweis

Das sind die ersten Ergebnisse der Verdienst­erhebung 2016. Diese Sonder­erhebung wurde von den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder auf Grundlage des Bundes­statistik­gesetzes im Auftrag des Bundes­ministeriums für Arbeit und Soziales durchgeführt, um Daten zur Wirkung des Mindest­lohns zu gewinnen. Auf freiwilliger Basis berichteten dazu rund 7 000 repräsentativ ausgewählte Betriebe über Brutto­verdienste und Arbeits­zeit von circa 70 000 Beschäftigten im April 2016.

Methodische Erläuterungen und weitere Ergebnisse zur Verdiensterhebung 2016 finden sich im Methodenbericht.

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