Aktualisierung der 13. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung - Basis 2015
Die derzeit verfügbare 13. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung beruht auf Daten zur Bevölkerungsentwicklung bis zum Jahr 2013. Die massive Zuwanderung in den Jahren 2014 und vor allem 2015 hat seitdem die Bevölkerung in ihrer Größe und Struktur verändert. Wie und ob diese Zuwanderung auch die demografischen Trends beeinflussen wird, kann derzeit noch nicht zuverlässig bewertet werden. Für eine Neubewertung von Trends ist ein längerer Zeitraum erforderlich. Eine neue Bevölkerungsvorausberechnung ist deshalb heute noch nicht sinnvoll.
Um dennoch die Auswirkungen der veränderten Ausgangsbedingungen auf die künftige Bevölkerungsentwicklung zu berücksichtigen und zugleich eine adäquate Grundlage für weiterführende Vorausberechnungen zu schaffen (zum Beispiel die Haushaltsvorausberechnung), liegt nun eine der acht Varianten der 13. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung in aktualisierter Fassung auf Basis des Jahres 2015 vor.
Ergebnisse im Überblick
Diese Vorausberechnung zeigt, dass die Bevölkerungszahl in den kommenden fünf Jahren steigen und anschließend auf das derzeitige Niveau von 82,2 Millionen im Jahr 2035 sinken wird. Danach wird sie kontinuierlich auf 76,5 Millionen im Jahr 2060 abnehmen.
Die Bevölkerung im Alter zwischen 20 und 65 Jahren wird von 49,8 Millionen in 2015 auf 43,9 Millionen im Jahr 2035 und dann auf 39,6 Millionen im Jahr 2060 zurückgehen. Die Zahl der 65-Jährigen und Älteren wird dagegen deutlich steigen – von derzeit 17,3 Millionen auf 23,7 Millionen im Jahr 2060. Damit wird sich die Relation zwischen den Personen im Seniorenalter und der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter ähnlich stark verändern wie bei bisherigen Rechnungen.
Einen zusammenfassenden Überblick bietet die Tabelle Bevölkerung nach Altersgruppen bis 2060. Detaillierte Ergebnisse enthält der Tabellenband "Bevölkerungsentwicklung bis 2060, Ergebnisse der 13. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung - Aktualisierte Rechnung auf Basis 2015".
Ursprüngliche Annahmen an aktuelle Entwicklung angepasst
Die Variante 2-A basiert auf dem Bevölkerungsbestand zum 31. Dezember 2015 und ist an die Variante 2 der 13. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung (auf Basis 2013) angelehnt. Die ursprünglichen Annahmen zur Entwicklung der Geburtenhäufigkeit und Sterblichkeit wurden an die aktuellen Geburten- und Sterberaten 2015 angepasst.
Zur Nettozuwanderung werden jetzt in den Jahren 2016 bis 2018 höhere Werte als in der ursprünglichen Variante 2 angenommen. Ab 2019 stimmen die Wanderungsannahmen der Variante 2-A und der Variante 2 der 13. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung überein.
| Demografische Komponente | Variante 2-A auf Basis 2015 | Variante 2 auf Basis 2013 |
|---|---|---|
| Zusammengefasste Geburtenziffer | ||
| Zusammengefasste Geburtenziffer 2060 (Kinder je Frau) | G1 "Annähernde Konstanz" | |
| 1,5 | 1,4 | |
| Lebenserwartung | ||
| Lebenserwartung bei Geburt 2060 (Jahre) | L1 "moderater Anstieg" | |
| Jungen | 84,7 | 84,8 |
| Mädchen | 88,6 | 88,8 |
| Außenwanderung | ||
| Saldo der Außenwanderung (Personen) | W2015 | W2 |
| 2016 | 750 000 | 450 000 |
| 2017 | 500 000 | 400 000 |
| 2018 | 400 000 | 350 000 |
| 2019 | 300 000 | 300 000 |
| 2020 | 250 000 | 250 000 |
| 2021 bis 2060 | 200 000 | 200 000 |
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