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Bevölkerung

Annahmen zur künftigen Entwicklung der Geburtenhäufigkeit

Übersicht der Annahmen
AnnahmeTrendZielwerte
Zusammengefasste GeburtenzifferDurchschnittliches Alter der Frau bei der Geburt
Basisjahr 2013- 1,4 Kinder je Frau30,7 Jahre
Annahme G1Annähernde
Konstanz
1,4 Kinder je FrauAnstieg auf 31,8 bis 2028,
danach konstant
Annahme G2Leichter AnstiegAnstieg auf 1,6 bis 2028,
danach konstant
Anstieg auf 31,4 bis 2028,
danach konstant

Zur Entwicklung der Geburtenhäufigkeit wurden zwei Annahmen getroffen. Diese Annahmen ergeben sich aus dem Zusammenwirken langfristiger Trends und der aus heutiger Sicht möglichen Veränderungen im Geburtenverhalten der jungen Frauengeneration.

Die Annahmen werden unmittelbar für die sogenannten altersspezifischen Geburtenziffern getroffen, das heißt für die Geburtenhäufigkeiten in jedem einzelnen Altersjahr der Frauen. Aufsummiert ergeben die altersspezifischen Geburtenziffern die zusammengefasste Geburtenziffer (auch als jährliche Geburtenrate bezeichnet). Die zusammengefasste Geburtenziffer ist folglich eine abgeleitete Größe, welche das Geburtenniveau im jeweiligen Jahr beschreibt und die Stärke der neuen Jahrgänge im Vorausberechnungszeitraum mittelbar beeinflusst. Die Annahmen werden deshalb nicht nur für die Höhe der zusammengefasste Geburtenziffer, sondern auch für das durchschnittliche Gebäralter als Charakteristikum der Altersverteilung formuliert. Sie werden zudem um die Information zur Veränderung der endgültigen Kinderzahl der Frauenkohorten ergänzt, die aus demografischer Sicht von hoher Relevanz ist.

Annahme G1:

In der Annahme "annähernde Konstanz" setzen sich die Trends der letzten Jahrzehnte fort. Dabei nimmt die Geburtenhäufigkeit im Alter unter 30 Jahren während der nächsten zwölf Jahre weiter ab. Die steigende Geburtenhäufigkeit im höheren gebärfähigen Alter gewährleistet die Stabilität der zusammengefassten Geburtenziffer bei 1,4 Kindern je Frau. Im Jahr 2028 erreichen die Geburtenziffern im Alter ab 35 Jahren ihr Maximum. Als Maßstab hierfür wurden die aktuell europaweit höchsten Werte für diesen Altersbereich genutzt, die derzeitig bei schwedischen Frauen beobachtet werden. Das durchschnittliche Gebäralter nimmt dabei bis zum Jahr 2028 um ein Jahr zu.

Die endgültige Kinderzahl bleibt in der Basisannahme zwischen den Jahrgängen 1973 und 1984 stabil bei knapp 1,6 Kindern je Frau. Danach sinkt sie allmählich bis auf 1,4 Kinder je Frau. Hinter dieser Annahme steht die Hypothese, dass ein sich fortsetzender "Aufschub" der Geburten ins höhere gebärfähige Alter zu strukturellen Veränderungen nach der Zahl der geborenen Kinder führen wird. Die Kinderlosenquote würde dabei von aktuell 22 % auf 25 % steigen und die durchschnittliche Kinderzahl je Mutter von 2,0 auf 1,9 sinken.

Annahme G2:

Die Annahme "leichter Anstieg" geht von theoretisch realisierbaren Veränderungen im Geburtenverhalten aus, für welche bisher jedoch noch keine empirischen Hinweise vorliegen. Die Geburtenhäufigkeit im Alter unter 30 Jahren stabilisiert sich hierbei im nächsten Jahrzehnt. Im höheren gebärfähigen Alter nimmt sie dagegen weiter zu. Bis zum Jahr 2028 erreicht die zusammengefasste Geburtenziffer 1,6 Kinder je Frau bei gleichzeitigem Anstieg des durchschnittlichen Gebäralters um ein Dreivierteljahr und bleibt danach konstant.

Die endgültige Kinderzahl entwickelt sich anfangs ähnlich wie in der Basisannahme. Bei den späten 1980er Jahrgängen nimmt sie allmählich zu auf gut 1,6 Kinder je Frau und bleibt danach annähernd konstant. Bei dieser Hypothese wird angenommen, dass die Kinderlosigkeit von derzeit 22 % auf 20 % sinken und die Struktur der Mütter nach der Zahl der geborenen Kinder auf dem Niveau der 1960er Kohorten mit durchschnittlich 2,0 Kindern je Mutter bleiben wird.

Weitere Modellannahmen

Neben diesen beiden aus heutiger Sicht realisierbaren Annahmen ist für analytische Zwecke ein Modell mit der Geburtenrate auf dem Bestanderhaltungs­niveau von 2,1 Kindern je Frau berechnet.

Zusatzinformationen

Auf einen Blick

Bevölkerungszahl
Bevölkerung insgesamt201380,8 Mill.
20- bis 64-Jährige49,2 Mill.
Entwicklung bei schwächerer Zuwanderung
Bevölkerung insgesamt206067,6 Mill.
20- bis 64-Jährige34,3 Mill.
Entwicklung bei stärkerer Zuwanderung
Bevölkerung insgesamt206073,1 Mill.
20- bis 64-Jährige37,9 Mill.

Daten zu Flüchtlingen

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