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Bevölkerung

Annahmen zur künftigen Entwicklung der Lebenserwartung

Übersicht der Annahmen zur künftigen Entwicklung der Lebenserwartung bis 2060
GeschlechtLebenserwartung bei GeburtVeränderung gegenüber 2010/2012 Deutschland1
2010/2012 Deutschland2060 Basisannahme L12060 Annahme starker Anstieg L22060 Annahme L12060 Annahme L2
Männer77,784,886,7+ 7,0+ 9,0
Frauen82,888,890,4+ 6,0+ 7,6
Differenz15,14,03,7- 1,0- 1,4
GeschlechtLebenserwartung im Alter 65Veränderung gegenüber 2010/2012 Deutschland1
2010/2012 Deutschland2060 Basisannahme L12060 Annahme starker Anstieg L22060 Annahme L12060 Annahme L2
1 Abweichungen durch Rundungsdifferenzen möglich.
Männer17,522,023,7+ 4,5+ 6,2
Frauen20,725,026,5+ 4,3+ 5,8
Differenz13,33,12,9- 0,2- 0,4

Für die 13. koordinierte Vorausberechnung wurden zwei Annahmen zur Entwicklung der Lebenserwartung bis zum Jahr 2060 getroffen – als Basissterbetafel dient dabei die allgemeine Sterbetafel 2010/2012. Beide Annahmen basieren auf dem kontinuierlichen Anstieg der Lebenserwartung, wobei zukünftig verstärkt die höheren Altersstufen den Anstieg der Lebenserwartung beeinflussen werden. In den niedrigen Altersstufen ist das Sterberisiko bereits sehr gering und eine Verbesserung der Verhältnisse wirkt sich hier nur noch relativ wenig auf die Entwicklung der Gesamtlebenserwartung aus.

Für die Festlegung der Annahmen wurde getrennt für Männer und Frauen und für jede einzelne Altersstufe ein langfristiger Trend seit 1871/1881 und ein kurzfristiger Trend seit 1970/1972 gebildet und extrapoliert. Die Annahmen sind somit rein empirisch abgeleitet. Im kurzfristigen Trend wirkt sich der Rückgang der Sterblichkeit in den höheren Altersstufen (etwa ab Alter 60) dabei etwas stärker aus, was zu einem größeren Anstieg der Lebenserwartung führt.

Annahme L1

In der Basisannahme L1 ergibt sich für Männer im Jahr 2060 eine durchschnittliche Lebenserwartung bei Geburt von 84,8 Jahren und für Frauen von 88,8 Jahren. Das ist ein Zuwachs von 7,0 bzw. 6,0 Jahren im Vergleich zur Lebenserwartung in Deutschland 2010/2012. Die Differenz in der Lebenserwartung von Männern und Frauen verringert sich bis 2060 von 5,1 auf 4,0 Jahre. 65-jährige Männer beziehungsweise Frauen können immer noch mit weiteren 22,0 beziehungsweise 25,0 Jahren rechnen, das sind 4,5 bzw. 4,3 Jahre mehr als 2010/2012. Die Grundlage der Basisannahme L1 bildet die Kombination aus der kurzfristigen Trendentwicklung seit 1970/1972 und der langfristigen Trendentwicklung seit 1871/1881.

Annahme L2

In der Annahme "starker Anstieg" L2 können Männer bei Geburt eine durchschnittliche Lebenserwartung von 86,7 Jahren und Frauen von 90,4 Jahren erreichen. Das sind für Männer 9,0 Jahre und für Frauen 7,6 Jahre mehr als 2010/2012. Die Differenz in der Lebenserwartung zwischen Männern und Frauen sinkt von 5,1 auf 3,7 Jahre. 65-jährige Männer bzw. Frauen können noch 23,7 bzw. 26,5 Jahre erwarten. Die hohe Lebenserwartungsannahme L2 basiert auf der Trendentwicklung seit 1970/1972. Voraussetzung ist, dass sich die Verbesserung der medizinischen Versorgung und damit die Verminderung des Sterberisikos in den höheren Altersstufen ähnlich wie in den letzten 40 Jahren bis zum Jahr 2060 fortsetzen wird.

© Statistisches Bundesamt, Wiesbaden 2015

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