Geburtenzahlen 2016: Veröffentlichung verzögert sich
Derzeit muss in der Statistik der Geburten mit erheblichen Verzögerungen gegenüber dem gewohnten Veröffentlichungsplan gerechnet werden. Die ersten Ergebnisse für die Berichtsmonate ab Januar 2016 werden sukzessive ab Ende Mai 2017 publiziert. Diese Statistik ist zurzeit von einer grundlegenden Neuerung betroffen: Sie wird wie die anderen laufenden Bevölkerungsstatistiken auf ein neues technisches Aufbereitungsverfahren umgestellt. Dabei gibt es Verzögerungen bei der Softwareerstellung.
IM FOKUS vom 21.08.2015
Geburtenzahl durch demografische Entwicklung vorgezeichnet
Wie viele Kinder heute geboren werden, hängt mit der bisherigen Bevölkerungsentwicklung zusammen. Für die Zahl der Geborenen ist neben der Geburtenrate insbesondere die Zahl der Frauen im Alter zwischen 26 und 35 Jahren relevant. Die Geburtenhäufigkeit ist gegenwärtig bei Frauen dieser Altersspanne am höchsten.
Seit 2008 hat sich die Frauenzahl in diesem Alter stabilisiert und nimmt sogar zu, was die Geborenenzahl noch einige Jahre positiv beeinflussen könnte. Nach 2020 wird die Zahl der Frauen zwischen 26 und 35 Jahren allerdings voraussichtlich deutlich schrumpfen, wodurch ein erneutes Geburtentief entstehen kann. Eine langfristig stabile Geburtenzahl setzt dann einen Anstieg der Geburtenrate und eine höhere Nettozuwanderung voraus.
Über Besonderheiten und Perspektiven der Geburtenentwicklung informiert der Aufsatz "Wie wirkt sich der Geburtenaufschub auf die Kohortenfertilität in West und Ost aus?" in Wirtschaft und Statistik, Heft 2/2013.










