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Bevölkerung

Die Vorausberechnung für Haushalte

Private Haushalte sind wichtige Konsumenten auf Güter- und Dienstleistungsmärkten, sie bestimmen die Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt und bilden die soziale Grundlage unserer Gesellschaft. Vorausberechnungen für Haushalte zeigen, wie sich die Haushaltszahl und die Struktur der Haushalte nach der Haushaltsgröße künftig entwickeln werden. Sie liefern eine Ausgangsbasis für die Prognosen der Wirtschaft und der öffentlichen Verwaltung, wie beispielsweise Vorausberechnungen der privaten Nachfrage nach langlebigen Gebrauchsgütern, des Bedarfs an Pflegediensten und -einrichtungen sowie der Inanspruchnahme kommunaler Dienstleistungen.

Die Entwicklung der Privathaushalte ist durch die Tendenz zu kleineren Haushalten geprägt, was zu einer kontinuierlichen Zunahme der Haushaltszahl führt. Von 1991 bis 2009 ist die Zahl der Haushalte in Deutschland fast sechs Mal so stark angestiegen wie die Zahl der in ihnen lebenden Menschen. Wie die Entwicklung künftig – bei einer schrumpfenden Bevölkerungszahl – verlaufen könnte, lässt sich mit Haushaltsvorausberechnungen abschätzen. Dazu werden Annahmen über die künftige Verteilung der Bevölkerung nach Privathaushalten unterschiedlicher Größe aus der bisherigen Entwicklung abgeleitet. Es wird dann untersucht, wie sich Zahl und Struktur der Haushalte verändern, wenn diese Annahmen eintreffen würden.

Haushaltsvorausberechnung 2010

Die Haushaltsvorausberechnung 2010 zeigt modellhaft die Entwicklung der Privathaushalte bis 2030. Sie berücksichtigt einerseits die Bevölkerungsentwicklung entsprechend den Ergebnissen der 12. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung und andererseits die Veränderungen in den Haushaltsstrukturen, wie sich diese in den langjährigen Ergebnissen des Mikrozensus abzeichnen.

Die Ergebnisse liegen nach zwei Varianten vor: In der so genannten Trendvariante werden die langfristigen Veränderungen fortgeschrieben, die in der Verteilung der Bevölkerung nach Haushalten unterschiedlicher Größe in der Vergangenheit beobachtet wurden. In der Variante Status Quo werden dagegen die Ausgangsverhältnisse im Haushaltsbildungsverhalten festgehalten. Die beiden Varianten spiegeln die Auswirkungen der künftigen Bevölkerungsentwicklung auf die Haushaltszahl und -struktur wider. Die Trendvariante berücksichtigt darüber hinaus die Verhaltensänderungen der Bevölkerung bei der Bildung der Privathaushalte und stellt deshalb ein umfassenderes Zukunftsmodell dar.

Ausführliche Informationen und Ergebnisse zur Haushaltsvorausberechnung 2010 finden Sie auch im Bereich Publikationen, Fachveröffentlichungen

Methodische Anmerkung

Bei der Interpretation der Ergebnisse sollte berücksichtigt werden, dass eine Vorausberechnung für Haushalte größere Unsicherheiten als eine Bevölkerungsvorausberechnung in sich birgt. Aufgrund der Tatsache, dass die Haushaltsbildung von einer Vielzahl komplexer Wechselwirkungen beeinflusst wird (sowohl demografischer als auch wirtschaftlicher und sozialer Natur), sind die Trends in der Entwicklung der Haushalte weniger stabil als die der Bevölkerungsentwicklung. Zudem beruht eine Haushaltsvorausberechnung auf den geschätzten Ergebnissen der vorausberechneten Bevölkerung und den in der Stichprobe des Mikrozensus nachgewiesenen Privathaushalten, welche zwangsläufig mit Schätzfehlern behaftet sind.

Um die Unsicherheiten der Haushaltsvorausberechung 2010 zu reduzieren, wurde zum einen ein kürzerer Zeithorizont gewählt (bis 2030) als bei der 12. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung (bis 2060). Zum anderen wurde ein transparentes und klares Vorausberechnungsmodell verwendet, das so genannte Haushaltsmitgliederquoten-Verfahren. Der Haushaltsbildungsprozess wird darin mit Hilfe von Quoten modelliert, die die Aufteilung der Bevölkerung auf unterschiedliche Haushaltsgrößen wiedergeben. Im Rahmen des bei der Haushaltsvorausberechnung 2010 eingesetzten Modells wurden diese Quoten für homogene Ländergruppen sowie für Schichten nach Alter und Geschlecht gebildet.

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