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Einkommen, Konsum, Lebensbedingungen

Kurz erläutert

Ein­kommen, Ein­nahmen & Aus­gaben

Die privaten Haushalte erhalten ihre monat­lichen Ein­kommen und Ein­nahmen aus den unter­schied­lichsten Quellen. Im Wesent­lichen sind dies Erwerbs­tätig­keit, Ver­mögen sowie öffent­liche und nicht öffent­liche Transfer­zahlungen.

Von ihren Ein­nahmen müssen die Haus­halte viel­fältige Aus­gaben bestreiten: Neben den Konsum­aus­gaben gehören dazu auch Steuern und Sozia­labgaben, Aus­gaben für Ver­sicherun­gen und Ver­mögens­bildung sowie Kredit­rück­zahlungen.

Konsumausgaben, Lebenshaltungskosten

Einen großen Teil der monatlichen Aus­gaben privater Haus­halte machen die Auf­wen­dungen für Käufe von Waren und Dienst­leistun­gen – die privaten Konsumausgaben – aus. Diese umfassen neben Aus­gaben für die Grund­bedürf­nisse Essen, Wohnung und Beklei­dung auch Auf­wendun­gen für Gesund­heit, Frei­zeit, Bil­dung, Kommuni­kation, Ver­kehr sowie Beher­bergungs- und Gast­stätten­dienst­leistungen.

Die Konsum­ausgaben fließen als statistische Grund­lage auch in die Grob­wägungs­schemata des Verbraucher­preis­index und in die Verwendungs­rechnung der Volks­wirtschaftlichen Gesamt­rechnungen (BIP) ein.

Vermögen, Schulden

Neben dem regelmäßigen Ein­kommen bestimmt auch das Ver­mögen die wirt­schaft­liche Situation pri­va­ter Haus­halte. Beim Ver­mögen wird zwischen Geld- und Immo­bilien­ver­mögen unter­schieden. Das Geld­ver­mögen unter­teilt sich in einzelne Vermögens­arten, in denen Haus­halte ihr Geld ange­legt haben, zum Bei­spiel Bau­spar­gut­haben, Spar­gut­haben, Wert­papiere und Lebens­ver­sicherungen.

Neben Informationen zu Ver­mögen und Schulden pri­vater Haus­halte finden Sie in dieser Rubrik Angaben zur Über­schul­dung pri­va­ter Personen sowie zu Ver­braucher­insol­venzen.

Ausstattung mit Gebrauchsgütern

Die privaten Haushalte besitzen unter­schied­lichste Gebrauchs­güter. Die Palette reicht von Fahr­zeugen über Geräte der Unter­haltungs­elek­tronik und Kommu­ni­kations­technik bis hin zu Haus­halts- und Sport­geräten. Die Ergebnisse werden dar­ge­stellt als Aus­stattungs­grad (Anteil der Haus­halte, die über diese Güter ver­fügen) und als Aus­stattungs­be­stand.

Die tech­no­lo­gische Ent­wick­lung be­ein­flusst die Aus­wahl der erfrag­ten Güter: "Traditionelle" Güter wie Pkw, Fernseher, Telefon und Waschmaschine werden bereits seit vielen Jahren erfasst. Bei Bedarf werden neue Güter in die Abfrage bei den Haushalten aufgenommen oder näher differenziert, wie zum Beispiel die Tablets bei den mobilen PC.

IT-Nutzung

Die Nutzung moder­ner Infor­mations­techno­lo­gien (IT) bei pri­vaten Haus­halten hat in den letzten Jahren stark zugen­ommen. Neben der Aus­stattung mit Com­puter bzw. Inter­net und Inter­net­zu­gangs­arten bietet die Rubrik IT-Nutzung Infor­mationen, wie häufig und zu welchem Zweck Per­sonen das Inter­net nutzen (z. B. soziale Netz­werke, Internet-Banking, Online-Ein­käufe, Kontakt zu Behör­den). Auch die aktuelle Ent­wick­lung mobiler Internet­nutzung wird betrachtet. Sie finden zudem Angaben zu Hinder­nissen und Beden­ken, die Menschen die IT-Nutzung erschweren oder sie von ihr abhalten.

Lebens­be­dingungen, Armuts­ge­fähr­dung

Diese Rubrik gibt einen Überblick, wie Men­schen ihre per­sön­liche Lebens­situation ein­schätzen: zum Bei­spiel ob die finan­ziellen Kapa­zi­täten aus­reichen, um sich ein­mal im Jahr eine ein­wöchige Ferien­reise zu leisten oder wie gut der Haushalt mit seinem monat­lichen Ein­kommen zurecht kommt. Die Daten geben Auf­schluss über Lebensbedingungen, Armutsgefährdung und mögliche soziale Aus­gren­zung der Menschen.

Wohnen

Die Rubrik Wohnen gibt Ihnen einen Über­blick über die Wohn­situation pri­vater Haus­halte, zum Bei­spiel ob diese im Eigen­tum oder zur Miete wohnen, wie viele Räume und wie viel Wohn­fläche sie zur Verfü­gung haben oder inwie­fern ihre Wohn­situation sie belastet. Außer­dem finden Sie Angaben zu Alter und Art der Wohn­gebäude, Heiz­systemen sowie Verfüg­bar­keit von Zweit- und Frei­zeit­wohnungen, Garagen und Stell­plätzen.

Die Daten zum Haus- und Grund­besitz unter­scheiden nach dem Besitz unbe­bauter Grund­stücke, Ein- und Zwei­familien­häusern sowie Wohn­ge­bäuden mit drei und mehr Wohnungen.

Weiter­führende Infor­mationen zur Ent­wick­lung des Wohn­gebäude- und Wohnungs­bestandes bietet Ihnen zudem die Rubrik Bau­tätig­keit. Angaben zum Wohn­geld finden Sie in der gleich­namigen Rubrik.

Zeitverwendung

Für alle Menschen hat der Tag 24 Stun­den – wie unter­schied­lich sie ihre Zeit ver­brin­gen, zei­gen die Ergeb­nisse der Zeit­budget­erhe­bung. Zeit wird viel­fäl­tig genutzt: Erwerbs­tätig­keit, Haus­halt, Familie und Frei­zeit. Beson­deres Interesse gilt dem Umfang unbe­zahl­ter Arbeit, wie Haus­arbeit, Kinder­betreuung, Ehreníamt oder Nach­bar­schafts­hilfe. Aber auch Angaben zu Bildungs- oder Freizeit­akti­vi­täten, zum Bei­spiel der Medien­nutzung, finden Sie in der Rubrik Zeit­ver­wen­dung.

Auto, Spülmaschine, Flachbildfernseher: Standard oder Luxus?

Diese Grafik zeigt ein altes Radio (© Galló Gusztáv - Fotolia.com)

Das waren noch Zeiten – die 1960er Jahre: Handarbeit beim Wäsche­waschen und Geschirr­spülen, der Kaffee wurde erst in der Mühle gemahlen und dann mit Filter über der Kanne aufgebrüht, und samstags lief das Radio mit den Sport­übertragungen. Die Anschaffung einer Wasch­maschine, eines Geschirr­spülers oder eines Fernsehers stand für die Haushalte damals sicherlich ganz oben auf dem Wunsch­zettel.

Die Haushalte heute haben einen anderen Schwer­punkt. Was früher eine Neuheit war, gehört heute zum Standard; gefragt sind vor allem technische Inno­vationen in der Unter­haltungs­elektronik, Internet, mobile PCs und Handys. Insbesondere Haushalte mit Kindern sind dies­bezüglich gut ausgerüstet und auch die ältere Generation holt auf.

Wie sich die Aus­stattung der privaten Haushalte mit Gebrauchs­gütern in den vergangenen 50 Jahren verändert hat, zeigt das aktuelle STATmagazin mit neuen Zahlen aus der Einkommens- und Verbrauchs­stichprobe 2013.

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