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Einkommen, Konsum, Lebensbedingungen

Private Konsumausgaben

Definition für die EVS und LWR

Den größten Teil ihres ausgabefähigen Einkommens verwenden die privaten Haushalte für Konsum­ausgaben. Das sind im Einzelnen die Ausgaben für Essen, Wohnen, Bekleidung, Gesundheit, Freizeit, Bildung, Kom­munikation, Verkehr sowie Beherbergungs- und Gaststätten­dienst­leistungen.

Die Ermittlung der privaten Konsum­ausgaben in den Wirtschafts­rechnungen erfolgt auf Grundlage des Markt­entnahme­konzepts. Das heißt, es werden ausschließlich die Ausgaben für Käufe von Waren und Dienst­leistungen nachgewiesen, die am Markt realisiert werden (können). Dazu zählen auch bestimmte unterstellte ("fiktive") Käufe, wie der Mietwert von Eigentümer­wohnungen, Sach­leistungen von Arbeitgebern und Arbeitgeberinnen zugunsten ihrer Arbeitnehmer sowie Sachen­tnahmen von Selbstständigen aus dem eigenen Betrieb. Der private Konsum nach dem Markt­entnahme­konzept umfasst auch die Käufe von Sachgeschenken für haushalts­fremde Personen sowie die Ausgaben für den eigenen Garten und für die Kleintierhaltung (z. B.) für den Kauf von Sämereien oder von Futter).

Bei im Haushalt selbst produzierten oder zubereiteten Gütern erscheint nach dem Markt­entnahme­konzeptes nur der Wert der bezogenen Materialien, Substanzen, Zutaten usw. Nicht erfasst wird der Wertzu­wachs durch die Be- oder Verarbeitung im Haushalt, z. B. durch das Kochen von Mahlzeiten oder den Bau von Möbeln. Nicht zu den privaten Konsum­ausgaben gerechnet werden Sachgeschenke anderer privater Haushalte. Eine Ausnahme bilden lediglich so genannte Deputate (z. B. Bier für Brauerei­beschäftigte, Energie/Brenn­stoffe für Beschäftigte im Bergbau/in Energie­unternehmen). Diese Sachleistungen werden mit Durchschnitts­preisen bewertet und den entsprechenden Ausgaben für den privaten Konsum hinzugerechnet. Güter, die Arbeitgende an ihre Beschäftigen zu Vorzugs­preisen abgeben, werden auch nur in dieser Höhe verbucht.

Die privaten Konsum­ausgaben enthalten keine Ausgaben für direkte Steuern, Versicherungen, Übertragungen an andere private Haushalte oder Organisationen sowie Tilgung und Verzinsung von Krediten. Das Gleiche gilt für die Käufe von Grund­stücken und Gebäuden sowie für die Ausgaben zur Bildung von Geldvermögen.

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