Normalansicht

Navigation und Service

Logo Destatis - Statistisches Bundesamt, Link zur Startseite

Öffentliche Finanzen & Steuern

Revisionen in der amtlichen Statistik

In der amtlichen Statistik bezeichnet Revision eine Überarbeitung bereits veröffentlichter Ergebnisse, weil neue, bisher nicht verfügbare Daten hinzukommen und in die Berechnung einbezogen werden oder indem methodische und konzeptionelle Änderungen (auch rückwirkend) vorgenommen werden.

Lesen Sie in unserer allgemeinen Revisionspolitik mehr zur Definition von Revisionen, zu verschiedenen Typen von Revisionen sowie zu deren Grundsätzen und Gründen. Revisionszyklen für einzelne Statistiken sind im Revisionskalender veröffentlicht.

Methodenpapiere

Fachbegriffe der Finanz- und
Personalstandsstatistiken

Titelbild: Fachbegriffe der Finanz- und Personalstatistiken

Fachbegriffe der Finanz- und Personalstatistiken

Die Finanz- und Personal­statistiken haben die Aufgabe, die öffentlichen Finanzen und das Personal im öffent­lichen Dienst umfassend und tief gegliedert ab­zu­bilden. Um auch bei sich wandelnden Rahmen­bedingungen relevante und zuverlässige Daten bereit­zustellen, werden die Konzepte und Methoden in bestimmten Abständen über­arbeitet. Die Finanz- und Personal­statistiken sind auf eine erweiterte Ab­grenzung des Öffentlichen Gesamt­haushalts nach dem Schalen­konzept über­gegangen. Danach umfasst der Öffentliche Gesamt­haushalt die Kern­haushalte von Bund, Ländern, Gemeinden/Gemeinde­ver­bänden und der Sozial­versicherung, die Finanz­anteile der Europäischen Union und die öffentlichen Fonds, Einrichtungen und Unter­nehmen, die zum Staats­sektor zählen (Extra­haushalte). Diese Erweiterung erfordert die Anpassung von Definitionen, Methoden­beschreibungen und Fach­veröffentlichungen. Die folgenden Definitionen geben die finanz- und personal­statistischen Fachbegriffe wieder.

Liste der
Extrahaushalte

Titelbild: Fachbegriffe der Finanz- und Personalstatistiken

Liste der Extrahaushalte 2017

Extrahaushalte sind alle öffentlichen Fonds, Einrichtungen und Unternehmen, die nach den Vorgaben des Europäischen Systems der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (ESVG 2010) zum Sektor Staat gehören:

  • Die Einheit wird von den Gebietskörperschaften des Staates (Bund, Länder, Gemein­den/Ge­meinde­verbände) sowie der Sozial­versicherung kontrolliert, das heißt sie ist aus den Kern­haus­halten der staatlichen Ebenen aus­gegliedert, aber die Gebiets­körper­schaften oder die Sozial­versicherungen halten die Mehrheit des Kapitals oder des Stimmrechts der Einheit.
  • Die Einheit wird überwiegend vom Staat finanziert und ist ein Nichtmarktproduzent. Bei Nicht­markt­produ­zenten liegt der Eigen­finanzierungs­grad, das heißt das Verhältnis von Umsatzerlösen zu Produktions­kosten unter 50%. Eine Ausnahme gilt für sogenannte Hilfs­betriebe des Staates, bei denen der Eigen­finanzierungs­grad bei 50 % oder darüber liegt, die aber mehr als 80 % ihres Umsatzes mit Einheiten des Staates (Kern- und Extra­haushalte) erwirtschaften. Diese Hilfs­betriebe zählen auch zu den Extrahaushalten.

Die Liste der Extrahaushalte umfasst die Einheiten, die zum 1. Januar des Berichtsjahres nach dem ESVG 2010 zum Sektor Staat zählen (Ausgaben ab 2013) .

Für nähere Informationen zu öffentlichen Fonds, Einrichtungen und Unternehmen und deren Zuordnung zum Staats­sektor wird auf den Aufsatz: Schmidt, N.: "Aus­gliederungen aus dem Kern­haushalt: Öffentliche Fonds, Einrichtungen und Unternehmen" in Wirtschaft und Statistik 02/2011, Seite 154 ff., verwiesen.

Öffentliche Fonds, Einrichtungen
und Unternehmen

Titelbild: Wirtschaft und Statistik

Ausgliederungen aus den Kernhaushalten: öffentliche Fonds, Einrichtungen und Unternehmen

In diesem Aufsatz aus "Wirtschaft und Statistik" wird die finanzstatistische Abgrenzung der öffentlichen Fonds, Einrichtungen und Unternehmen näher erläutert sowie die statistische Erhebung der relevanten Berichtseinheiten vorgestellt.

Neues Finanz- und
Personalstatistikgesetz 2013

Titelbild: Wirtschaft und Statistik

Neues Finanz- und Personalstatistikgesetz 2013

Am 1. Dezember 2013 sind umfassende Änderungen des Finanz- und Personal­statistik­ge­setzes (FPStatG) in Kraft getreten. Weitere bedeutende Änderungen werden zum 1. Januar 2015 folgen. Hauptziel der anstehenden Gesetzesänderungen ist es, den Datenbedarf der Europäischen Union (EU) abzudecken, der sich im Zuge der europäischen Staats­schulden­krise erhöht hat. Dadurch wurden auch die Anforderungen an die Finanz­statistiken der Mitglied­staaten der EU deutlich erhöht.

Dieser Beitrag aus "Wirtschaft und Statistik" orientiert sich am Auf­bau der Neu­fassung des FPStatG und arbeitet die jeweils vorgesehenen Änderungen heraus.

Zusatzinformationen

Auf einen Blick

Öffentliche Finanzen in Milliarden Euro
Ausgaben20161 326,1
Einnahmen20161 351,9
Finanz­ierungs­saldo201625,8
Schulden­standQ II/ 20171 977,8
Steuer­einnahmenQ I/ 2017181,5
Gemein­schaft­steuernQ I/ 2017134,5
Bundes­steuernQ I/ 201723,4
Landes- und Gemeinde­steuernQ I/ 201722,4

© Statistisches Bundesamt (Destatis), 2017

Impressum – Kontakt – Barrierefrei