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Kurz erläutert

Bevölkerung

Bevölkerungs­erhebungen gehören zu den traditions­reichsten Arbeits­gebieten der amt­lichen Sta­tistik: Wer kennt nicht die Volks­zählung aus der Weih­nachts­ge­schichte im neuen Testa­ment der Bibel?

In der Bevöl­kerungs­statistik geht es um mehr als um Ein­wohner­zahlen. Die Ver­ände­rung der Alters­struktur, ver­ur­sacht durch Geburten­rück­gang und steigende Lebens­er­war­tung, ist eine der größ­ten gesell­schafts­po­li­ti­schen Heraus­for­de­rungen in den meisten Industrie­nationen. Der Zu­zug aus dem Aus­land wird den Voraus­be­rech­nungen nach den Alterungs- und Schrumpfungs­prozess der Bevöl­kerung in Deutsch­land allen­falls ver­mindern, nicht aber auf­halten. Migra­tion und Inte­gration sind zen­trale gesell­schafts­po­li­tische Themen.

Einkommen, Konsum, Lebensbedingungen

Die Ein­nahmen, Aus­gaben und Aus­stattung der pri­vaten Haus­halte in Ver­bin­dung mit sozio­öko­no­mi­schen Merk­malen zeich­nen ein Bild der unter­schied­lichen Lebens­be­din­gungen in Deutsch­land.

Einen wich­tigen Bestand­teil der frei­willi­gen Er­he­bungen pri­vater Haus­halte bildet das System der Wirtschafts­rechnungen pri­vater Haus­halte, das aus den jähr­lichen Laufenden Wirtschafts­rechnungen (LWR) und der fünf­jährigen Ein­kommens- und Verbrauchs­stich­probe (EVS) besteht. Diese beiden Sta­tistiken ver­mitteln wichtige Erkennt­nisse über Ein­kommens­ver­hältnisse und Konsum­struk­turen.

Zum Pro­gramm der frei­willi­gen Haushalts­erhe­bungen zählen außer­dem die jähr­lichen EU-weit ver­gleich­baren Erhe­bungen LEBEN IN EUROPA (Erhebung über Ein­kommen und Lebens­be­dingungen in der Euro­päischen Union), die unter anderem Infor­mationen über Armuts­gefähr­dung von Personen beziehungs­weise Personen­gruppen ver­mittelt, sowie die jähr­liche Erhebung über die Nutzung von Infor­mations- und Kommu­ni­kations­techno­logie in privaten Haus­halten und die Zeit­budget­erhebungen.

Bildung, Forschung, Kultur

Bildung ist für Indi­vi­duen ein lebens­langer Prozess. Er findet pri­mär in Ein­rich­tungen des for­malen Bildungs­systems statt, schließt aber auch non-for­male und infor­melle Lern­akti­vi­täten ein, zum Bei­spiel in Fami­lie und Frei­zeit. Die amt­liche Bildungs­statistik konzen­triert sich weit­gehend auf Ein­rich­tungen des for­malen Bildungs­systems, wie Schu­len, Hoch­schulen usw.

Kultur bedeutet nicht nur Kunst, sondern schließt auch Lebens­weisen, Werte­sys­teme und Tradi­tionen mit ein. Die sta­tis­tische Dar­stellung von Kultur erfordert eine enger gefasste, anwend­bare Defi­ni­tion von Kultur im Sinne einer Zusammen­fassung ver­schie­dener Kul­tur­bereiche. An dieser Stelle werden kul­tu­relle Ein­rich­tungen beschrie­ben, deren Ange­bot weite Teile der Bevöl­kerung nutzen.

Gesundheit

Niemals zuvor hatte Gesund­heit einen so hohen Stellen­wert wie heute. Zunehmen­des Gesund­heits­bewusst­sein und Sorgen um die Finan­zier­bar­keit der medi­zi­ni­schen Ver­sor­gung ließen das Interesse am Gesund­heits­wesen in den letzten Jahren spür­bar wachsen.

Mit dem Inte­resse stieg auch der Bedarf an auf­ein­ander ab­ge­stimm­ten sta­tis­ti­schen Infor­mationen. Der Infor­mations­bedarf reicht von Gesund­heits­kosten über Ein­rich­tungen des Gesund­heits­wesens und Gesund­heits­zu­stand der Bevöl­kerung bis hin zu Todes­ursachen.

Soziales

Die Sozial­gesetz­ge­bung in Deutsch­land soll dazu bei­tragen, allen Bürger­innen und Bürgern ein men­schen­wür­diges Da­sein zu sichern. Eine wich­tige Auf­gabe besteht darin, beson­dere Belas­tungen des Lebens, auch durch Hilfe zur Selbst­hilfe, abzu­wenden oder aus­zu­gleichen.

Ein hoher Anteil der Aus­gaben der öffent­lichen Haus­halte fließt in die soziale Sicherung. Seit einigen Jahren wird je­doch – auch ange­sichts von Finan­zierungs­fragen – eine rege Debatte über Refor­men der Sozial­sys­teme geführt. Bei­spiele hier­für sind die vor­ge­sehene Erhö­hung des Renten­zugangs­alters, die Neu­be­rechnung der Harz-IV-Regel­sätze oder die Dis­kussion über die weitere Aus­ge­staltung der Pflege­ver­sicherung, sowie Eltern- und Betreuungs­geld.

Öffentliche Finanzen & Steuern

Der moderne Staat setzt die Rahmen­be­din­gungen für ein geord­netes Zusammen­leben seiner Bürgerinnen und Bürger und erbringt zahl­reiche Leis­tungen, die Voraus­setzung für ihre gesicherte Exis­tenz sind. In Deutsch­land erfüllen die Gebiets­körper­schaften Bund, Länder und Gemein­den/Ge­mein­de­verbän­de sowie die gesetz­liche Sozial­ver­sicherung die Auf­gaben des Staates.

Die Finanz­sta­tis­tik erfasst haupt­säch­lich die Ein­nahmen, Aus­gaben und Schul­den des Öffent­lichen Gesamt­haus­halts. Die Personal­statistik liefert Angaben zu den Beschäf­tigten des öffent­lichen Dienstes. Die Steuer­sta­tis­tiken infor­mieren über die Ver­tei­lung des Steuer­auf­kommens und die Besteuerungs­grundlagen.

Rechtspflege

Grund­legend für die Akzep­tanz des Rechts­staats bei Bürgerinnen und Bürgern sind die Umsetzung und Ein­hal­tung des von der Volks­ver­tretung gesetzten Rechts, die Gewähr­leis­tung des Rechts­schutzes für alle Bürgerinnen und Bürger gleicher­maßen und nicht zuletzt die Krimi­nali­täts­be­kämpfung durch Straf­verfolgungs­behörden.

Die von den Statis­tischen Ämtern geführten Justiz- und Straf­rechts­pflege­sta­tis­tiken bieten eine breite Daten­basis zur Straf­ver­fol­gung durch Staats­anwalt­schaften und Gerichte und bilden das Wir­ken der "dritten Gewalt im Staat", der Recht­sprechung, ins­ge­samt ab.

© Statistisches Bundesamt (Destatis), 2018

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