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IM FOKUS vom 16.03.2017

Doppelstaatler: Mikrozensus und Zensus zeigen unterschiedliche Ergebnisse

Vor dem Hinter­grund der Entwicklungen in der Türkei diskutieren Politiker in Deutsch­land derzeit erneut über das Thema doppelte Staats­bürgerschaft. Nach Ergebnissen des Mikro­zensus lebten im Jahr 2015 rund 1,8 Millionen Personen mit doppelter Staats­angehörigkeit in Deutschland.

1,7 Millionen dieser Doppel­staatler verfügten neben der deutschen über eine weitere ausländische Staats­bürgerschaft, 107 000 Personen besaßen zwei ausländische Staats­angehörigkeiten. Innerhalb der deutschen Doppel­staatler bildeten Personen mit türkischem Pass die größte Gruppe (246 000). Dahinter folgten Personen aus der Russischen Föderation (228 000) sowie Polen (220 000).

Diese Ergebnisse weichen deutlich von den im Rahmen des Zensus 2011 ermittelten Werten ab. Laut Zensus gab es zum Stichtag 9. Mai 2011 rund 4,3 Millionen Doppelstaatler. Neben der deutschen Staats­angehörigkeit besaßen rund 690 000 Personen einen polnischen Pass, 570 000 einen russischen Pass und 530 000 einen türkischen Pass.

Während es bei den Mikrozensus-Daten tendenziell zu einer Unter­erfassung der Menschen mit doppelter Staats­bürgerschaft kommt, ist davon auszugehen, dass die Zahl der Doppel­staatler im Zensus überhöht ist. Informationen zu den Ursachen finden Sie im Artikel "Wie viele Menschen in Deutschland besitzen eine doppelte Staatsbürgerschaft?"

© Statistisches Bundesamt (Destatis), 2017

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