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Indikatoren

Nachhaltigkeitsstrategien und -indikatoren der Bundesländer

Neben der Bundesregierung verfügt die Mehrzahl der Bundesländer über eigene Nachhaltigkeitsstrategien. Einige Landesregierungen haben diese bereits an den globalen Nachhaltigkeitszielen der Agenda 2030 ausgerichtet; in anderen Bundesländern gibt es Bestrebungen zur Anpassung oder Erarbeitung einer länderspezifischen Nachhaltigkeitsstrategie.

Baden-Württemberg

Seit 2007 existiert eine Nachhaltigkeitsstrategie für das Bundesland Baden-Württemberg, welche 2011 neu aufgelegt wurde. Im Jahr 2014 erschien hierzu ein erster Indikatorenbericht. Der aktuelle Bericht wurde 2016 von der Geschäftsstelle Nachhaltigkeitsstrategie im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg vorgelegt und enthält 47 objektive und sechs subjektive Indikatoren. Das Statistische Landesamt Baden-Württemberg hat bei der Erstellung der Indikatorenberichte mitgewirkt.

Bayern

Die Bayerische Nachhaltigkeitsstrategie wurde im April 2013 vom Ministerrat beschlossen. Sie wurde erstmals von allen Ressorts gemeinsam ressortübergreifend unter Leitung des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt- und Verbraucherschutz erarbeitet. Bislang existiert kein Indikatorenbericht zur Bayerischen Nachhaltigkeitsstrategie. Das Bayerische Landesamt für Umwelt veröffentlicht allerdings Umweltindikatoren. Für 2017 ist eine Fortschreibung der Bayerischen Nachhaltigkeitsstrategie geplant, die auch Bayerns Beitrag zur Umsetzung der UN-Agenda 2030 und der globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) näher konkretisieren soll.

Berlin

Die Bewertung nachhaltiger Entwicklung in Berlin beruht auf der Basis eines Indikatorensatzes bestehend aus 16 sogenannten Kernindikatoren. Der erste Berliner Kernindikatorenbericht wurde 2012 vorgelegt; ein zweiter erschien 2014. Der Kernindikatorenbericht wurde gemeinsam von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen mit dem Amt für Statistik Berlin-Brandenburg erarbeitet und umfasst 16 Kernindikatoren. Im Oktober 2016 hat Berlin zudem ein Nachhaltigkeitsprofil herausgegeben.

Brandenburg

Die Landesregierung Brandenburg hatte 2010 beschlossen, eine Strategie für eine Nachhaltige Entwicklung des Landes Brandenburg aufzustellen. Im April 2014 wurde die Nachhaltigkeitsstrategie für Brandenburg als Ergebnis verschiedener Dialogphasen verabschiedet. Im Juli 2017 wurde ein erster Bericht mit 49 Nachhaltigkeitsindikatoren für Brandenburg vorgelegt. Diese Bestandsaufnahme zu möglichen Nachhaltigkeitsindikatoren versteht sich als Diskussionsgrundlage zur Umsetzung und Fortschreibung der Landesnachhaltigkeitsstrategie. Sie wurde im Auftrag des brandenburgischen Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft (MLUL) vom Amt für Statistik Berlin-Brandenburg erarbeitet.

Bremen

In Bremen werden auf Ressortebene beim Senator für Umwelt, Bau und Verkehr sowie bei der Bevollmächtigten der Freien Hansestadt Bremen beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit wesentliche Aspekte der Agenda 2030 für die zukünftige Ausrichtung des Stadtstaates an den globalen Nachhaltigkeitszielen der UN bearbeitet. Hinsichtlich der Entwicklung eines Berichtssystems hat es erste Kontakte mit dem Statistischen Landesamt gegeben.

Hamburg

Der Hamburger Senat hat im Juli 2017 die Drucksache "Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen in Hamburg" beschlossen. Neben einer Bestandsaufnahme - wo stimmt die Senatspolitik bereits mit den Zielsetzungen der Agenda 2030 überein - werden die Themen benannt, an denen in den nächsten Jahren konkret weitergearbeitet werden soll. Unter Beteiligung des Statistikamtes Nord soll hierzu ein zweijährliches Berichtssystem entwickelt werden. Federführend ist die Behörde für Umwelt und Energie.

Hessen

2008 startete die Hessische Landesregierung die "Nachhaltigkeitsstrategie Hessen", für die Ziele und Indikatoren in einem partizipativen Prozess entwickelt wurden. Nach dem ersten Indikatorenbericht im Jahr 2010 folgten alle zwei Jahre Fortschrittsberichte des Hessischen Statistischen Landesamtes (zuletzt 2016 mit 15 Ziel- und 30 Reportingindikatoren). Bis Mai 2018 werden die Ziele und Indikatoren im Hinblick auf die Agenda 2030 weiterentwickelt.

Mecklenburg-Vorpommern

Für Mecklenburg-Vorpommern existiert bislang keine Nachhaltigkeitsstrategie. Laut Koalitionsvereinbarung 2016 bis 2021 ist beabsichtigt, eine Strategie für eine nachhaltige Entwicklung des Landes Mecklenburg-Vorpommern in Abstimmung zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie des Bundes zu erarbeiten.

Niedersachsen

Im Mai 2017 hat die Landesregierung die neue, indikatorengestützte Nachhaltigkeitsstrategie für Niedersachsen beschlossen. Sie umfasst 60 Indikatoren, die vom Landesamt für Statistik erstellt wurden. Die Strategie soll regelmäßig überprüft und entsprechend fortgeschrieben werden. Zur Begleitung dieses Prozesses wird ein Beirat eingerichtet. Die Veröffentlichung eines ersten Fortschrittsberichts ist bis August 2019 geplant.

Nordrhein-Westfalen

Die Landesregierung hat 2016 die erste Nachhaltigkeitsstrategie für Nordrhein-Westfalen verabschiedet. Der erste Nachhaltigkeitsbericht 2016 wurde im Auftrag der Landesregierung Nordrhein-Westfalen durch den Geschäftsbereich Statistik bei IT.NRW (Information und Technik Nordrhein-Westfalen) erstellt und umfasst knapp 70 Indikatoren. Daneben sind aktuelle Daten zu den Nachhaltigkeitsindikatoren in einem Internet-Portal verfügbar.

Rheinland-Pfalz

Bereits seit 2001 existiert eine Nachhaltigkeitsstrategie für Rheinland-Pfalz. Diese wurde zunächst alle zwei Jahre überarbeitet. Ein erster indikatorengestützter Bericht wurde 2005 veröffentlicht. Seit 2009 erfolgt die Überarbeitung der Nachhaltigkeitsstrategie in einem vierjährigen Turnus. Der Daten- beziehungsweise Indikatorenbericht (zuletzt 2015 mit 28 Indikatoren) erscheint jedoch weiterhin alle zwei Jahre. Das Statistische Landesamt hat 2011 die Erstellung des Indikatorenberichts übernommen.

Saarland

Unter Federführung des Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz hat die Landesregierung für das Saarland im Dezember 2016 eine Nachhaltigkeitsstrategie verabschiedet. Sie umfasst sechs Handlungsfelder mit insgesamt 39 Indikatoren. Im Rahmen der partizipativen Entwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie wurde die Frage "Was bedeutet Nachhaltigkeit konkret für Saarländerinnen und Saarländer" bei der ersten saarländischen Nachhaltigkeitskonferenz am 14. Juli 2016 diskutiert und in einer Online-Befragung gestellt. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sind in die Nachhaltigkeitsstrategie eingeflossen. Ein Indikatorenbericht liegt zurzeit noch nicht vor.

Sachsen

Seit 2013 gibt es eine Nachhaltigkeitsstrategie für den Freistaat Sachsen. Im September 2016 hat das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft erstmals einen Nachhaltigkeitsbericht mit 31 Indikatoren verteilt auf acht Handlungsfelder publiziert. Der Nachhaltigkeitsbericht wird einmal in der Legislaturperiode erstellt.

Sachsen-Anhalt

2011 hat die Landesregierung einen Bericht zur Fortführung der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Sachsen-Anhalt vorgelegt. Einen erstmals alle Dimensionen von Nachhaltigkeit umfassenden Indikatorenbericht mit 41 Indikatoren hat das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Umweltschutz, dem Statistischen Landesamt und den Ressorts 2014 veröffentlicht.

Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein hat eine neue Landes­entwicklungs­strategie auf den Weg gebracht, die sich erstmals an den globalen Nachhaltig­keitszielen der Agenda 2030 orientiert. Diese ersetzt die zuvor gültige Nachhaltig­keits­strategie aus dem Jahr 2003. Derzeit wird ein Indikatorenset zur Messung der Nachhaltigkeit entwickelt. Die Fertig­stellung ist für den Sommer 2018 geplant.

Thüringen

Die Landesregierung hat 2011 eine Nachhaltigkeitsstrategie mit entsprechenden Indikatoren für Thüringen beschlossen. 2012 wurde ein erster Indikatorenbericht mit 27 Indikatoren in Zusammenarbeit mit dem Beirat für Nachhaltige Entwicklung und den Arbeitsgremien der Staatssekretärsarbeitsgruppe "Nachhaltige Entwicklung" veröffentlicht. Im Juni 2017 wurde der aktuelle Indikatorenbericht 2016 vom Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz herausgegeben.

© Statistisches Bundesamt (Destatis), 2018

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