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Indikatoren

Wöchentliche Arbeitszeit

rWie viele Stunden arbeiten die Erwerbstätigen gewöhnlich pro Woche? Die Arbeitszeit ist ein wesentliches Merkmal für die Qualität der Arbeit, da sie sowohl eine Beziehung zur Bezahlung wie auch zur Arbeitsbelastung sowie zur Möglichkeit des Ausgleichs beruflicher und privater Belange hat. Die Gruppe der Erwerbstätigen setzt sich aus Arbeitnehmern, Selbstständigen und mithelfenden Familienangehörigen zusammen.

Durchschnittliche Wochenarbeitszeit (in Stunden)Bild vergrößern

2015 arbeiteten Vollzeiterwerbstätige 41 Stunden pro Woche

35,2 Stunden betrug die gewöhnliche Wochenarbeitszeit aller Erwerbstätigen in Deutschland 2015. Da die Arbeitszeit erheblich von dem Anteil der Erwerbstätigen in Teilzeit abhängig ist, sollten Voll- (41,4 Stunden pro Woche) und Teilzeiterwerbstätige (19,0 Stunden) jedoch getrennt voneinander betrachtet werden.



Arbeitszeit seit 1991 rückläufig

Insgesamt hat die gewöhnliche Wochenarbeitszeit seit 1991 (38,4 Stunden) um rund 3 Stunden abgenommen. Bei separater Betrachtung der Voll- und Teilzeiterwerbstätigen fällt jedoch auf, dass die Arbeitszeit besonders bei den Vollzeiterwerbstätigen über die Jahre relativ konstant geblieben ist. Bei den Teilzeiterwerbstätigen ist ein leichter Rückgang von 20 (1991) auf 19 Stunden (2015) zu verzeichnen. Die mittlere Arbeitszeit aller Erwerbstätigen wird dabei von dem steigenden Anteil Erwerbstätiger in Teilzeit beeinflusst. Dieser betrug 14 % von allen Erwerbstätigen im Jahr 1991 und stieg bis 2015 auf 28 % an.

Durchschnittliche normalerweise geleistete
Wochenarbeitszeit im Jahr 2015
in Stunden
Landin StundenVeränderung
gegenüber
dem Vorjahr
in Stunden
Quelle: Ergebnis der Arbeitskräfteerhebung.
Niederlande30,1– 0,1
Dänemark33,50,0
Norwegen33,7– 0,2
Schweiz34,80,0
Deutschland35,2– 0,1
Irland35,90,3
Schweden36,30,0
Österreich36,6– 0,1
Vereinigtes Königreich36,70,0
Finnland36,80,0
Italien37,00,1
Europäische Union (28 Länder)37,1– 0,1
Belgien37,10,0
Frankreich37,20,0
Luxemburg37,40,0
Spanien37,8– 0,1
Litauen38,30,2
Malta38,40,4
Estland38,6– 0,3
Lettland39,0– 0,1
Slowenien39,30,0
Portugal39,4– 0,3
Kroatien39,5– 0,4
Zypern39,50,1
Island39,60,0
Ungarn39,80,0
Rumänien39,8– 0,2
Slowakei40,2– 0,3
Tschechische Republik40,50,1
Polen40,70,0
Bulgarien40,80,0
Ehem. Republik Mazedonien41,9– 0,1
Griechenland42,20,3
Türkei47,4– 0,3

Wöchentliche Arbeitszeit liegt unter dem europäischen Durchschnitt

Deutschland lag 2015 mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 35,2 Stunden etwas unter dem europäischen Durchschnitt (37,1 Stunden). Besonders viel arbeiteten die Erwerbstätigen in der Türkei (47,4 Stunden), während Niederlande mit 30,1 Wochenarbeitsstunden den geringsten Wert aufwies. Auch hier ist zu beachten, dass der Wert von dem Anteil der Erwerbstätigen in Teilzeit in einem Land beeinflusst wird. Niederlande weist für Voll- und Teilzeiterwerbstätige mit 40,9 (Vollzeit) bzw. 19,7 Stunden pro Woche (Teilzeit) ähnliche Werte wie die Bundesrepublik auf.


Informationen zum Indikator

Beschreibung/Definition
Arithmetisches Mittel der normalerweise geleisteten Arbeitsstunden aller Erwerbstätigen (ab 15 Jahre) pro Woche.

Quelle
Arbeitskräfteerhebung

Hinweise zur Interpretation
Es wird empfohlen die Arbeitszeit differenziert nach Voll- und Teilzeittätigen zu betrachten, da der Anteil der Teilzeitbeschäftigten sich auf die Arbeitszeit auswirkt.

Die Arbeitskräfteerhebung wurde in den vergangenen Jahren hinsichtlich der Erfassung des Erwerbsstatus kontinuierlich methodisch verbessert. Dadurch sind Zeitvergleiche teilweise eingeschränkt. Methodische Veränderungen mit Auswirkungen auf die Ergebnisse wurden insbesondere in den Jahren 2005 und aktuell für die Jahre ab 2011 durchgeführt. Die Ergebnisse in diesen Jahren sind daher nur eingeschränkt mit den Vorjahren vergleichbar.

Die aktuelle Veränderung berücksichtigt in der Hochrechnung die Bevölkerungseckwerte aus der Fortschreibung des mit Stichtag 9. Mai 2011 durchgeführten Zensus und revidiert die Ergebnisse für die Jahre 2011 - 2013.

Weitere Informationen hierzu finden Sie in den Qualitätsberichten und Methodeninformationen.

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