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Bauen

kurz erläutert

Bautätigkeit

Gegenstand der Bautätigkeitsstatistik sind Baugenehmigungen und Baufertigstellungen im Hochbau, der Bauüberhang am Jahresende, Bauabgänge von Hochbauten und die Fortschreibung des Wohngebäude- und Wohnungsbestandes.

Die Ergebisse der Bautätigkeit sind als Frühindikatoren der konjunkturellen Entwicklung von großer Bedeutung.

IM FOKUS vom 01.12.2015

Niedrige Zinsen – mehr Baugenehmigungen

Seit Ende 2009 steigt die Zahl der Baugenehmigungen stetig an. 2014 wurde mit insgesamt 285 100 Wohnungen der höchste Wert seit 11 Jahren erreicht. Im Vergleich zum Vorjahr entsprach dies einem Plus von knapp 5 %.

Auch von Januar bis September 2015 setzte sich die positive Entwicklung weiter fort. In diesem Zeitraum wurden Baugenehmigungen für 222 800 Wohnungen erteilt, knapp 5 % mehr als in den ersten neun Monaten des Vorjahrs. Ein Grund hierfür dürften die extrem niedrigen Zinsen sein, die das Bauen finanziell besonders attraktiv machen. Außerdem gelten in Zeiten knapper Sparzinsen Immobilien als interessante Anlageobjekte. Dies gilt insbesondere für die Städte, in denen das Wohnungsangebot immer knapper wird.

Die steigende Zahl an Baugenehmigungen hat wiederum Auswirkungen auf die Bauwirtschaft. In der Bauwirtschaft konnte 2014 der Umsatz des Bauhauptgewerbes (für Betriebe von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen) gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden, und zwar um 4,4 % auf 65,1 Milliarden Euro.

© Statistisches Bundesamt, Wiesbaden 2016

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