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Bauen

Erläuterungen Baugewerbe

Die Erhebungen des Baugewerbes bieten statistische Informationen über die konjunkturelle Situation und über die strukturelle Entwicklung der Bauwirtschaft. Sie gliedern sich auf in die Bereiche Bauhauptgewerbe und Ausbaugewerbe.

Strukturdaten

Die jährliche Erhebung im Ausbaugewerbe und bei Bauträgern (im Juni jeden Jahres) wird bei allen Betrieben dieses Bereiches mit 10 und mehr tätigen Personen durchgeführt. Die Erhebung liefert wichtige Daten zur Struktur dieses Wirtschaftszweiges. Erhoben werden die Tatbestände der Vierteljahreserhebung mit zusätzlichen Merkmalsausprägungen.

Einmal jährlich (jeweils im Juni) wird bei allen Betrieben des Bauhauptgewerbes eine Ergänzungserhebung durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Erhebung dienen der Beurteilung der Struktur des Bauhauptgewerbes sowie der regionalen und sektoralen Strukturpolitik. Sie stellen eine unentbehrliche Grundlage für zahlreiche Entscheidungen der gesetzgebenden Körperschaften, der Bundes- und Landesregierung, der Bau- und Handwerksverbände, Kammern und anderer Institutionen auf dem Gebiet der gesamten Wirtschaftspolitik, insbesondere im Bereich der Bauwirtschaft dar. Erhoben werden die Tatbestände des Monatsberichts mit zusätzlichen Merkmalsausprägungen.

Zur strukturellen Entwicklung in den verschiedenen Bereichen des Baugewerbes stellen die jährlichen Investitions- sowie die Kostenstrukturerhebung, jeweils ergänzt um die Erhebung bei kleineren Bauunternehmen, detaillierte Angaben über die Beschäftigung, die Investitionstätigkeit sowie die Kosten- und Leistungsgrößen des Baugewerbes zur Verfügung.

Konjunkturdaten

Der Monatsbericht liefert aktuelle Daten für die Konjunkturanalyse im Bauhauptgewerbe und stellt das Ausgangsmaterial zur Berechnung von Produktions- und Auftragseingangsindizes bereit. Außerdem wird vierteljährlich die Statistik über den Auftragsbestand im Bauhauptgewerbe durchgeführt. Im Ausbaugewerbe und bei Bauträgern werden konjunkturelle Daten in der Vierteljahreserhebung dargestellt.

Die kurzfristigen Erhebungen im Baugewerbe dienen der Beurteilung der konjunkturellen Lage dieses Wirtschaftszweiges. Sie gliedern sich auf in die Bereiche des Bauhauptgewerbes und des Ausbaugewerbes.

Der Monatsbericht im Bauhauptgewerbe dient der kurzfristigen Beurteilung der konjunkturellen Lage des Bauhauptgewerbes. Darüber hinaus wird er unter anderem zur Berechnung der Produktionsindizes im Baugewerbe, der Bauinvestitionen und der Auftragseingangsindizes verwendet. Die Erhebung wird bei Betrieben des Bauhauptgewerbes von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen durchgeführt. Erhoben werden die tätigen Personen, Entgelte, geleisteten Arbeitsstunden, Umsätze und Auftragseingänge. Für die kleineren Betriebe (1-19 Beschäftigte) stehen aus der jährlichen Befragung im Juni allerdings keinerlei konjunkturelle Informationen zur Verfügung. Das Mixmodell im Bauhauptgewerbe ist ein Verfahren zur Nutzung von Verwaltungsdaten zur vollständigen Darstellung der konjunkturellen Entwicklung.

Die vierteljährliche Statistik über den Auftragsbestand im Bauhauptgewerbe wird ebenfalls bei Betrieben des Bauhauptgewerbes von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen durchgeführt. Sie dient der kurzfristigen Beurteilung der konjunkturellen Lage des Bauhauptgewerbes. Erhoben werden die Auftragsbestände nach Bauarten zum Ende des jeweiligen Berichtsquartals.

Die Vierteljahreserhebung im Ausbaugewerbe und bei Bauträgern wird bei Betrieben des Ausbaugewerbes und bei Bauträgern von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen durchgeführt. Erhoben werden die tätigen Personen, Entgelte, geleisteten Arbeitsstunden und Umsätze. Sie dient der kurzfristigen Beurteilung der konjunkturellen Lage des Ausbaugewerbes.

Das Ausbaugewerbe ist geprägt durch eine Vielzahl von kleinen Betrieben, die in der Summe eine wichtige Rolle für die Darstellung der konjunkturellen Entwicklung spielen. Um diese wichtige Gruppe ebenfalls mit in die Betrachtung zu nehmen, werden die Daten der Vierteljahreserhebung im Ausbaugewerbe, die lediglich Betriebe mit 20 und mehr tätigen Personen erfasst, um Verwaltungsdaten für die Betriebe mit weniger als 20 Beschäftigten ergänzt. Dieses so genannte "Mixmodell im Ausbaugewerbe" entspricht praktisch einer Totalzählung. Die Darstellung der konjunkturellen Entwicklung im Ausbaugewerbe wird vervollständigt und damit die Aussagefähigkeit, Relevanz und Belastbarkeit der Ergebnisse verbessert.

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