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Energie

Erzeugung

Der Wirtschaftssektor Energie umfasst die Bereiche "Elektrizität", "Gas", "Wärme", "Erneuerbare Energien" und "Kohle".

Diese Daten für die Bereiche "Elektrizität", "Gas", "Wärme" liefern ein Grundgerüst für die Erstellung der nationalen Energiebilanzen und sind Bestandteil der internationalen Berichterstattung, zu der sich die Bundesrepublik Deutschland gegenüber der Europäischen Union und der Internationalen Energieagentur (IEA) verpflichtet hat. Daten für die Bereiche „Elektrizität“ und „Erdgas“ auf der Erzeugungs- bzw. Gewinnungsstufe werden monatlich erfasst. Für die Wärmeerzeugung und das Aufkommen von anderen Gasarten, wie Flüssiggas oder Klärgas, liegen hingegen nur Jahresdaten vor. Aufgrund der derzeitigen Rechtsgrundlage (Energiestatistikgesetz) können bei der Elektrizitätserzeugung nur Anlagen der Elektrizitätsversorgungsunternehmen und der Industrie befragt werden, deren Leistung größer 1 Megawatt (MW) ist. Neben der Erzeugungsseite liegen auch jährliche Angaben zur Energieverwendung im Verarbeitenden Gewerbe, im Bergbau und in der Gewinnung von Steinen und Erden vor.

Elektrizitätswirtschaft

Die sichere und preiswerte Versorgung mit Elektrizität gehört zu den wichtigsten Voraussetzungen für die Funktionsfähigkeit einer modernen Industriegesellschaft. Die Elektrizitätswirtschaft spielt eine zentrale Rolle innerhalb der Energiewirtschaft und ist als solche auch ein wichtiger Energieverwendungsbereich. Mehr als ein Drittel des Primärenergieverbrauchs entfällt auf den Elektrizitätssektor. Eine möglichst detaillierte, exakte und zeitnahe statistische Erhebung und Darstellung ist deshalb dringend geboten. Dies erfordern auch umfangreiche Berichtspflichten für das Statistische Amt der Europäischen Gemeinschaften (Eurostat) und internationale Organisationen wie die Internationale Energie-Agentur (IEA) sowie für den grenzüberschreitenden elektrizitätswirtschaftlichen Zusammenschluss, der Union pour la Coordination du Transport de l’ Electricité (UCTE), in dessen Verbund die deutsche Elektrizitätswirtschaft eingegliedert ist.

In dem Bereich der Elektrizitätswirtschaft führen wir monatliche sowie jährliche Erhebungen durch:

Monatliche Erhebungen:

  • Monatsbericht über die Elektrizitäts- und Wärmeerzeugung der Stromerzeugungsanlagen für die allgemeine Versorgung
  • Monatsbericht über die Elektrizitätsversorgung der Netzbetreiber

Jährliche Erhebungen:

  • Erhebung über Stromerzeugungsanlagen der Betriebe im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und in der Gewinnung von Steinen und Erden
  • Erhebung über die Stromeinspeisung bei Netzbetreibern
  • Erhebung über Stromabsatz und Erlöse der Elektrizitätsversorgungsunternehmen sowie der Stromhändler

Gaswirtschaft

Eine genaue statistische Erfassung und Darstellung der Entwicklung in der Gaswirtschaft ist für eine an den ökonomischen und ökologischen Erfordernissen orientierte Energiepolitik unentbehrlich. Im Bereich der Gaswirtschaft führen wir monatliche sowie jährliche Erhebungen durch.

Monatliche Erhebungen:

  • Monatsbericht über die Gasversorgung
  • Erhebung über Aufkommen, Verwendung und Abgabe von Erdgas und Erdölgas der Produzenten.

Jährliche Erhebungen:

  • Erhebung über Aufkommen und Abgabe von Gas sowie Erlöse der Gasversorgungsunternehmen und Gashändler
  • Erhebung über Abgabe, Ein- und Ausfuhr von Erdgas und Erdölgas sowie Erlöse der Produzenten
  • Erhebung über Gewinnung, Verwendung und Abgabe von Klärgas
  • Erhebung über die Abgabe von Flüssiggas.

Daten zum Mineralölaufkommen liegen uns nicht vor. Diese Daten werden durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) erhoben und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) veröffentlicht.

Wärmewirtschaft

Die Wärmewirtschaft stellt einen zunehmend wichtiger werdenden Bereich der Energiewirtschaft dar. Sie umfasst die Wärmeerzeugung in Heizwerken, die Kraft-Wärme-Kopplung in Heizkraftwerken und den Betrieb von Versorgungsnetzen. Zur Fernwärme gehören physikalisch gesehen auch die Fernwärme mit nahen Transportwegen (sog. Nahwärme) sowie die Kälteerzeugung aus Absorptionsanlagen.

In dem Bereich der Wärmeerzeugung wird die jährliche "Erhebung über Erzeugung, Bezug,Verwendung und Abgabe von Wärme" durchgeführt. Im Rahmen dieser Erhebung werden höchstens 1000 Betreiber der Anlagen, die der Fernwärmeerzeugung und -versorgung diene sowie Dritte, die sich der Leitungen zur Versorgung bedienen, befragt.

Erhoben werden wenige zentrale Tatbestände zur Angebots- und Abgabesituation sowie zusätzlich Bezug, Einsatz und Bestand der zur Produktion der Wärme benötigten Energieträger sowie der Eigenverbrauch.

Erneuerbare Energien

Im Zeichen der Energiewende ist der konsequente und zügige Ausbau der erneuerbaren Energien das Kernelement eines modernen, nachhaltigen und sicheren Energiesystems in Deutschland.

Die hier veröffentlichten Daten umfassen aufgrund des derzeit geltenden Energiestatistikgesetzes nur einen Teil der erneuerbaren Energien:

  • Einspeisung von Strom aus Erneuerbaren Energien in das Netz der allgemeinen Versorgung
  • Erzeugung von Biotreibstoffe
  • Wärmegeführte Tiefengeothermie

Kohle

Für die Kohlestatistik gab es bisher keine nationale Rechtsgrundlage. Der Bedarf an statistischem Zahlenmaterial über die inländische Gewinnung von Kohle und deren Verwendung wird auf der Grundlage einer Vereinbarung zwischen dem Bundesministerium für Wirtschaft, dem Statistischen Bundesamt und der Statistik der Kohlenwirtschaft e. V. aus dem Jahr 1954 gedeckt. Die Kohleimporte und -exporte wurden bisher vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) auf Grundlage des „Gesetzes über die statistische Erfassung der in den Geltungsbereich dieses Gesetzes verbrachten festen Brennstoffe (BrennstoffStatG)“ erhoben. Mit Einführung des Gesetzes über Energiestatistik (EnStaG) wird das BrennstoffStatG außer Kraft gesetzt.

Nach dem neuen Gesetz werden Daten zum Außenhandel mit Kohle erhoben, die sich aufgrund ihrer energiespezifischen Merkmale wie Wärmegehalt, Einsatzbereich und Liefervertragsdauer wesentlich von denen aus der allgemeinen Außenhandelsstatistik unterscheiden. Viele Prognosen gehen davon aus, dass die Bedeutung der Kohleimporte für die Energieversorgung in Deutschland künftig weiter ansteigen wird. Dies gilt insbesondere für den Import von Steinkohle. Daneben existiert aber auch ein grenzüberschreitender Handel mit Braunkohle, der in einigen Regionen eine wichtige Rolle spielt.

Die Vorschrift regelt die monatlichen Erhebungen bei allen Unternehmen, die Kohle ein- und/oder ausführen. Diese Erhebungen dienen in erster Linie der zeitnahen Beobachtung des mengenmäßigen Flussbildes des Kohleimports und -exports. Mit den erhobenen Angaben, bei denen auch nach Kohlearten differenziert wird, wird das Gesamtbild des Energieträgerflusses in Deutschland vervollständigt. Die Daten finden auch Eingang in die Energiebilanzen.

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