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Land- & Forstwirtschaft, Fischerei

Spätfröste verursachen äußerst geringe Kirschenernte 2017

Die starken Nacht­fröste Ende April 2017 zur Blütezeit haben regional zu sehr großen Ernte­ausfällen bei den Kirschen geführt. Die deutschen Markt­obstbauern haben entsprechend der endgültigen Schätzung vom 20. August 2017 eine Ernte von insgesamt nur 26 300 Tonnen Kirschen eingebracht. Dies sind 48 % weniger als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre, der fast 50 600 Tonnen betragen hat. Damit ist dies die niedrigste Kirschen­ernte seit der deutschen Wieder­vereinigung.

Die Ernte­einbußen bei den Süß­kirschen sind genauso groß wie bei den Sauer­kirschen. Mit knapp 16 500 Tonnen liegt die Süßkirschen­ernte um 48 % unter dem Zehnjahres­durchschnitt von 31 500 Tonnen. Mit gut 9 800 Tonnen sind ebenfalls 48 % weniger Sauer­kirschen als im letzten Zehnjahres­durchschnitt (19 100 Tonnen) geerntet worden.

Süß­kirschen werden bundes­weit auf einer Fläche von gut 6 000 Hektar angebaut, wobei sich der Schwerpunkt mit mehr als 46 % der Anbauf­lächen in Baden-Württemberg befindet. Sauer­kirschen wachsen bundesweit auf einer Fläche von knapp 2 000 Hektar. Hier stellen die Bundes­länder Rheinland-Pfalz mit knapp 600 Hektar und Sachsen mit knapp 500 Hektar die wichtigsten Anbau­regionen.

© Statistisches Bundesamt (Destatis), 2017

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