Normalansicht

Navigation und Service

Logo Destatis - Statistisches Bundesamt, Link zur Startseite

Land- & Forstwirtschaft, Fischerei

Ökologischer Anbau von Gemüse

Die Tabelle zum ökologischen Anbau von Gemüse und Erdbeeren in Deutschland, wird mit Ergebnissen der Gemüseerhebung und der Erhebung zur Erzeugung von Speisepilzen befüllt. In beiden Erhebungen werden die Auskunfts­pflichtigen hinsichtlich der Teilnahme Ihres Betriebes am Kontroll­verfahren zum ökologischen Landbau nach der Verordnung (EG) Nummer 834/2007 befragt. Es liegen demnach aktuelle Informationen vor, ob die land­wirtschaft­lichen Betriebe vollständig konventionell, vollständig ökologisch oder teilweise ökologisch wirtschaften.

Die Information, dass ein Betrieb teilweise ökologisch wirtschaftet, lässt keinen Rück­schluss auf die Bewirt­schaftungs­art der einzelnen Anbaufläche zu. Die Einzel­betrachtung der Hektar­erträge der jeweiligen Fruchtart bei den teilweise ökologisch wirtschaftenden Betrieben lässt vermuten, dass diese Betriebe nur sehr geringe Anteile ihrer Flächen ökologisch bewirtschaften.

Da diese Betriebe demnach größtenteils konventionell wirtschaften, können deren Angaben bei der Bestimmung der ökologisch bewirt­schafteten Fläche vernachlässigt werden, ohne eine nennenswerte Unter­schätzung der Ökofläche erwarten zu müssen.

In der Gemüse­erhebung werden die Ergebnisse zur Ernte­menge mit Hilfe einer geschichteten Zufalls­stichprobe gewonnen. Stichproben­ergebnisse hängen von den jeweils aus­gewählten Stichproben­einheiten ab und weichen somit grundsätzlich von den tatsächlichen Werten in der Zielgesamtheit ab. Die Abweichung bezeichnet man als Stich­proben­zufalls­fehler.

Der Stich­proben­zufalls­fehler eines Stich­proben­schätz­wertes ist im Einzelfall unbekannt. Die Größen­ordnung kann aber aus der Gemüse­stichprobe abgeschätzt werden. Ein Maß für den Stich­proben­zufalls­fehler ist der sogenannte relative Standard­fehler. Er definiert – sofern keine anderen Fehler auftreten – zusammen mit dem Stich­proben­schätz­wert ein Inter­vall, das den tatsächlichen Wert mit circa 68% Wahr­scheinlich­keit überdeckt.

Bei der Gemüse­erhebung wird deshalb für die Ernte­menge der relative Standard­fehler berechnet. Anhand der berechneten relativen Standard­fehler werden Qualitäts­kenn­zeichen (A bis E) zugeordnet, die dann mit den Ergebnissen veröffentlicht werden.

Bei einem relativen Standard­fehler von mehr als 15% wird der Wert nicht mehr aus­gewiesen, da der Stich­proben­zufalls­fehler dann zu groß und der Schätz­wert damit nicht präzise genug ist.

© Statistisches Bundesamt (Destatis), 2017

Impressum – Kontakt – Barrierefrei