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Land- & Forstwirtschaft, Fischerei

Fleischerzeugung: leichter Anstieg gegenüber dem 3. Quartal 2016

Im dritten Quartal 2017 belief sich die Produktionsmenge aus deutschen gewerblichen Schlachtbetrieben auf 2,0 Millionen Tonnen Fleisch. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, ist dies im Vergleich mit dem dritten Quartal 2016 eine um 7 800 Tonnen (0,4 %) höhere Schlachtmenge.

Für den Produktionsanstieg bei der Fleischerzeugung waren gestiegene Schweine­schlachtungen ausschlaggebend. Die Geflügel­fleisch­erzeugung sank dagegen um 0,2 % gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Schlachtungen und Fleisch­produktion bei Schweinen

Im dritten Quartal 2017 wurden 14,7 Millionen Schweine gewerblich geschlachtet; dies entspricht einem Anstieg von 0,6 % (93 800 Tiere). Aus heimischer Produktion entstammten 13,8 Millionen (93,3 %) Schlacht­schweine, nicht in Deutschland gemästet wurden 980 800 (6,7 %) der geschlachteten Schweine. Während Schlachtungen inländischer Schweine gegenüber der Vorjahresperiode um 257 700 Tiere anstiegen, sanken die der importierten Schweine um 163 900 Tiere. Insgesamt wurden im Berichtszeitraum 1,4 Millionen Tonnen Schweinefleisch erzeugt; das waren 1,3 % mehr (+ 18 000 Tonnen) als im dritten Quartal 2016.

Schlachtungen von Rindern

Das gewerbliche Aufkommen an Schlachtrindern fiel im dritten Quartal 2017 mit insgesamt 836 800 Tieren um 4,7 % niedriger aus (- 41 300 Rinder) als im Vorjahres­quartal . Die erzeugte Schlachtmenge von 266 800 Tonnen war dabei um 3,3 % geringer (- 9 100 Tonnen) als im dritten Quartal 2016. Gestiegen sind im dritten Vierteljahr die Schlachtungen von Bullen, und zwar um 1,5 % auf 319 500 Tiere. Die aus den Bullen erzeugte Schlachtmenge stieg um knapp 1 800 Tonnen (+1,5 %) auf 124 600 Tonnen.

Kuhschlachtungen gingen im Quartalsvergleich mit -12,3 % auf knapp 302 000 geschlachtete Tiere am deutlichsten zurück. Da diese Kühe jedoch durchschnittlich mehr auf die Waage brachten, sank die erzeugte Schlachtmenge nur um 10,7 % auf 90 000 Tonnen.

Das Schlachtaufkommen von Kälbern verringerte sich um 3,0 % auf 77 800 Stück; die Kalbfleisch­produktion erbrachte 11 600 Tonnen (-2,1 %). Die Anzahl der geschlachteten Jungrinder sank um 5,5 % auf 8 300 Tiere; die daraus gewonnene Fleischmenge stieg aufgrund des deutlich höheren Schlachtgewichts dennoch auf 1 600 Tonnen (+3,0 %).

Entwicklung der Geflügel­fleisch­produktion

An Geflügelfleisch wurden im Berichtszeitraum 376 800 Tonnen gewerblich produziert; 700 Tonnen oder 0,2 % weniger als im dritten Quartal 2016. Die Produktion von 245 900 Tonnen Jungmast­hühnerfleisch wurde im Vergleich um 2,2 % (+5 200 Tonnen) gesteigert. Die Gewinnung von Suppenhühner­fleisch erzielte knapp 10 400 Tonnen bei einem Anstieg von 9,4 % (+900 Tonnen). Die Erzeugung von Truthuhn­fleisch fiel mit einem Rückgang von knapp 6 400 Tonnen (-5,4 %) auf 111 300 Tonnen geringer aus als im dritten Vierteljahr des Vergleichs­zeitraums.

Erzeugung von Lamm- und Schaffleisch

Die gewerbliche Erzeugung von Lamm- und Schaffleisch erbrachte im dritten Quartal 2017 ein Volumen von insgesamt 5 400 Tonnen (-360 Tonnen; -6,2 %); darunter 4 500 Tonnen Lammfleisch. An Ziegen- und Pferdefleisch wurden zusammen 500 Tonnen erzeugt (-2,4 %).

Die jeweiligen Anteile an der gewerblichen Fleischerzeugung stellten sich im dritten Quartal 2017 wie folgt dar:

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Schweinefleisch: 68,1%

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Geflügelfleisch: 18,5%

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Rindfleisch: 13,1%

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Schaf-, Ziegen- und Pferdefleisch: 0,3%.

Detaillierte Informationen zur Erhebung über die Schlachtungs- und Schlacht­gewichts­statistik in den einzelnen Monaten können kostenfrei in der Datenbank GENESIS-Online über die Tabellen 41331-0004 und 41322-0002 abgerufen werden.

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