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Land- & Forstwirtschaft, Fischerei

Rebflächen­erhebung 2016: Anbau von Riesling auf neuem Höchststand

Die deutschen Winzerinnen und Winzer weiten den Anbau von Riesling aus und setzen immer stärker auf international bekannte Rebsorten. Die wichtigste Rebsorte in Deutschland, der Riesling, erreichte im Jahr 2016 mit 23 700 Hektar bestockter Rebfläche einen neuen Höchststand. Gegenüber dem Jahr 2015, dem Jahr der letzten Grunderhebung der Rebflächen, war das ein Zuwachs von 104 Hektar.

Burgundersorten: Grauburgunder auf 6 179 Hektar angebaut

Bei den Burgunder­sorten verzeichnet der Grauburgunder (Ruländer) gegenüber dem Jahr 2015 mit 232 Hektar die größte Flächen­ausweitung. Er wird inzwischen auf 6 179 Hektar angebaut. Die Hinwendung zu international bekannten Sorten belegen auch die Zuwächse bei Weißburgunder (Pinot Blanc) und bei dem ebenfalls aus dem Burgund stammenden Chardonnay. Der Weißburgunder nahm von 2015 bis 2016 um 188 Hektar zu und wurde auf 5 161 Hektar angebaut. Der Chardonnay legte um 120 Hektar auf 1 884 Hektar zu. Auch Sauvignon Blanc, eine Rebsorte, die ursprünglich wohl aus dem französischen Südwesten stammt und mittlerweile weltweit angebaut wird, nahm seit 2015 um 62 Hektar zu. Ihre Anbaufläche beträgt mittlerweile 956 Hektar.

Demgegenüber weisen Müller-Thurgau, Kerner, Scheurebe und Bacchus deutliche Flächen­verluste auf: Die Anbauflächen reduzierten sich von 2015 bis 2016 bei Müller-Thurgau um 113 Hektar (2016: 12 623 Hektar), bei Kerner um 90 Hektar (2016: 2 702 Hektar), bei Scheurebe um 7 Hektar (2016: 1 407 Hektar) und bei Bacchus um 17 Hektar (2016: 1 715 Hektar).

Rotwein: Blauer Spätburgunder mit größtem Flächen­umfang

Im Rotwein­segment verzeichnet eine Rebsorte, die ebenfalls aus dem Burgund stammt, den größten Flächen­umfang: Blauer Spätburgunder (einschließlich Samtrot) nahm mit 11 787 Hektar die Spitzen­position ein (+ 3 Hektar gegenüber 2015). International bekannt ist auch der Merlot: Seine Anbaufläche nahm in Deutschland seit 2015 um 20 Hektar zu (2016: 639 Hektar).

Die Fläche der zweitwichtigsten roten Rebsorte, Dornfelder, sank seit 2015 um 127 auf 7 741 Hektar. Den größten Flächen­verlust im roten Segment weist der Blaue Portugieser auf. Sein Anbauareal umfasst nur noch 3 064 Hektar (- 182 Hektar). Auch die bestockte Rebfläche der Müllerrebe (Schwarzriesling) nahm um 63 Hektar auf 1 995 Hektar ab.

Bestockte Rebfläche umfasst insgesamt 102 493 Hektar

Insgesamt umfasste die bestockte Rebfläche in Deutschland 102 493 Hektar im Jahr 2016. Von der gesamten Rebfläche waren 65,9 Prozent (67 518 Hektar) mit weißen und 34,1 Prozent (34 975 Hektar) mit roten Rebsorten bestockt. Gegenüber 2015 nahmen die weißen Rebsorten um 444 Hektar zu und die roten Rebsorten um 494 Hektar ab.

© Statistisches Bundesamt (Destatis), 2017

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