Normalansicht

Navigation und Service

Aufgaben und Aufbau

Das Europäische Statistische System (ESS) ist eine Partner­schaft zwischen Eurostat, den nationalen statis­tischen Äm­tern und anderen staatlichen Stellen, die für die Erstellung euro­päischer Statis­tiken zuständig sind.

Das Europä­ische Statisti­sche System gewähr­leistet, dass die in allen EU-Mitglied­staaten erstellten europä­ischen Statistiken zuverlässig sind, auf einheit­lichen Kriterien und Defini­tionen beruhen und zwischen den verschie­denen EU-Ländern vergleich­bar sind.

Derzeit wird das ESS als solches durch das Europäische Statistik­gesetz geregelt, das im Jahr 2009 durch die Verordnung (EG) 223/2009 des Europäischen Parla­ments und des Rates verab­schiedet wurde.

Statistiken der Europä­ischen Union werden sowohl im Europä­ischen Statis­tischen System (ESS) als auch im Europä­ischen System der Zentral­banken (ESZB) vorbe­reitet, erstellt und verbreitet.

Kernele­ment des ESS ist der Ausschuss für das Europäische Statistische System. Hierin vertreten sind Euro­stat und die Leiter der nationalen statisti­schen Ämter der EU- und EFTA-Staaten. Dieser Aus­schuss bietet fachliche Orientie­rung für die Planung, Erstel­lung und Verbreitung europä­ischer Statisti­ken und ist am Prozess der Entwick­lung und Verab­schiedung von Standards zur Weiter­entwick­lung des europä­ischen Statistik­rechts beteiligt.

Das ESS arbeitet auf Grundlage eines Europäischen Statistischen Programms, das die statistische Planung für einen Fünf-Jahres-Zeitraum umfasst. Dieses Programm wird durch das Europä­ische Parlament und den Rat verabschiedet. Um die Berück­sichtigung der Nutzer­bedürfnisse bei der Aufstel­lung des Europä­ischen Statisti­schen Programms sicher­zustellen, wurde der Europäische Beratende Ausschuss für Statistik ins Leben gerufen. Er vertritt Nutzer, Auskunftgebende, wissen­schaftliche und gesell­schaftliche Institu­tionen sowie die EU-Verwaltung.

Die Arbeits­planung erfolgt zwar gemeinsam durch die Nationalen Statistischen Ämter und Eurostat, jedoch ist die Produktion harmon­isierter nationaler Statistiken Aufgabe der Mitglied­staaten, während Eurostat die von den Staaten zur Verfügung gestellten Daten zusammen­stellt, sie auswertet und auf deren Grundlage vergleichbare und harmoni­sierte Zahlen anbietet. Die harmoni­sierten Vergleichs­daten sind eine wichtige Voraus­setzung für die Festlegung, Umsetzung und Aus­wertung gemein­samer EU-Politikziele.

Darüber hinaus verpflichtet sich Eurostat, die für ein Funktio­nieren dieses komplexen Systems erforder­liche Koordinierung (verschie­dene Sprachen, höchst unter­schiedliche Formen der Verwaltungs­organisation, spezifische Klassi­fikationen und so weiter) sowie die Kohärenz und Qualität der Daten sicherzu­stellen.

© Statistisches Bundesamt, Wiesbaden 2016

 – Impressum – Kontakt