In Deutschland verdienen Frauen rund ein Sechstel weniger als Männer: Gemessen am durchschnittlichen Bruttostundenverdienst der Männer lag der Gender Pay Gap 2024 bei 16 %.
Im EU-Vergleich gehörte Deutschland damit zu den Ländern mit dem höchsten Verdienstabstand pro Stunde zwischen Frauen und Männern. Unter den 27 EU-Staaten wies Estland mit 19 % den höchsten Gender Pay Gap auf. Ebenfalls höher als in Deutschland war er sonst nur noch in Tschechien, Österreich, Ungarn, Finnland und der Slowakei. EU-Staaten mit geringen Unterschieden im Bruttostundenverdienst waren Belgien (1 %) sowie Rumänien und Polen (jeweils 4 %). In Luxemburg verdienten Frauen im Jahr 2024 rund 1 % mehr als Männer.
Im EU-Durchschnitt verringerte sich der Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern zwischen 2014 und 2024 von 16 % auf 11 %. In Deutschland ging er im selben Zeitraum von 22 % auf 16 % zurück.
Methodik
Bei den Daten handelt sich um den unbereinigten Gender Pay Gap. Aussagen zum Unterschied in den Verdiensten von weiblichen und männlichen Beschäftigten mit gleichem Beruf, vergleichbarer Tätigkeit und äquivalentem Bildungsabschluss sind damit nicht möglich. Bis zum Berichtsjahr 2021 wurden Ergebnisse zum Gender Pay Gap basierend auf der vierjährlichen Verdienststrukturerhebung (VSE) berechnet, die letztmalig für das Berichtsjahr 2018 durchgeführt und anschließend fortgeschrieben wurde. Ab dem Berichtsjahr 2022 wurde die VSE durch die neue monatliche Verdiensterhebung abgelöst. Dieser Wechsel in der Datenquelle schränkt die Vergleichbarkeit mit den Ergebnissen in den Vorjahren ein.
Quelle
Eurostat, Datenbankauszug 27.02.2026. Die jeweils aktuellen Daten in der Eurostat Datenbank, für Deutschland auch auf den nationalen Themenseiten.