Europa Kein Geld für Rechnungen und unerwartete Ausgaben


Zahlungsrückstände

11. Mai 2026 - Im Jahr 2025 lebten 4,6 % der Bevöl­kerung in Deutsch­land in Haus­halten, die bei Rechnungen von Versorgungs­betrieben wie etwa Strom- oder Gasanbietern im Zahlungs­verzug waren. Der Anteil in Deutsch­land war geringer als beispiels­weise im Nachbar­staat Frankreich, wo er 8,0 % betrug. In den Nieder­landen waren mit 2,2 % dagegen vergleichs­weise wenige Personen bei der Begleichung von Rechnungen für Versorgungs­leistungen im Rückstand.

Unerwartet anfallende Ausgaben

Deutlich höher fiel 2025 der Anteil der Personen aus, die in Haus­halten lebten, welche aufgrund der finan­ziellen Situation nicht in der Lage waren, größere, unerwartet anfallende Ausgaben aus eigenen Finanz­mitteln zu bestreiten. In Deutschland traf dies im Jahr 2025 auf fast ein Drittel (31,9 %) der Bevöl­kerung zu. Niederiger war der Bevölkerungsanteil, der nicht für unerwartete Ausgaben aufkommen konnte, zum Beispiel in Polen (22,5 %) und den Niederlanden (15,3 %). In Griechenland, Lettland, Bulgarien und Litauen verfügten jeweils mehr als 40 % der Bevöl­kerung nicht über ausreichende finanzielle Rücklagen für unerwartete Ausgaben.

Als unerwartet anfallende Ausgabe galt in jedem Staat in Abhängigkeit vom Einkommens­niveau eine andere Summe. In Deutsch­land ging es um unerwartete Haushaltsausgaben in Höhe von mindestens 1 300 Euro.

Methodische Hinweise

Bei den Angaben handelt es sich um Ergebnisse der europäischen Gemeinschafts­statistik über Einkommen und Lebens­bedingungen (European Union Statistics on Income and Living Conditions, EU-SILC). EU-SILC ist die amtliche Haupt­datenquelle für die Messung von Armuts­gefährdung und Lebens­bedingungen auf Bundes­ebene in Deutschland sowie in den Mitglied­staaten der Europäischen Union. Daten zu Lebens­bedingungen und Armuts­gefährdung in Deutschland sind auf der nationalen Themen­seite abrufbar.

Quelle

Eurostat, Datenabruf 11.05.2026. Die aktuellen Daten zu den „Zahlungs­rückständen bei Versorgungs­unternehmen“ und der „finanziellen Unfähigkeit, unerwartet anfallende Ausgaben zu bestreiten“ in der Eurostat-Datenbank.

Letzte Aktualisierung des Textes

11.05.2026

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