Normalansicht

Navigation und Service

Gender Pay Gap 2016: Deutschland weiterhin eines der EU-Schlusslichter

Verdienstunterschiede zwischen Männern und Frauen in den Mitgliedsstaaten der EUBild vergrößern

In Deutschland verdienen Frauen rund ein Fünftel weniger als Männer: Gemessen am durch­schnittlichen Bruttostundenverdienst der Männer lag der Gender Pay Gap 2016 bei 21 % und damit deutlich über dem Durchschnitt der Europäischen Union (16 %).

Von den 28 EU-Staaten wies Estland mit 25 % den höchsten geschelchtsspezifischen Verdienstabstand auf. Auf ähnlichem Niveau wie Deutschland lagen die Tschechische Republik (22 %), das Vereinigte Königreich (21 %) und Österreich (20 %). Die Staaten mit den EU-weit geringsten Unterschieden im Brutto­stunden­verdienst waren im Jahr 2016 Italien und Rumänien (5 %) sowie Belgien und Luxemburg (6 %). Die Daten zum Gender Pay Gap in den EU-Staaten finden Sie in der Eurostat Datenbank

Bei der Interpretation gilt es zu berücksichtigen, dass es sich um den unbereinigten Gender Pay Gap handelt. Aussagen zum Unterschied in den Verdiensten von weiblichen und männlichen Beschäftigten mit gleichem Beruf, vergleichbarer Tätigkeit und äquivalentem Bildungsabschluss sind damit nicht möglich. Der Gender Pay Gap wird auf Basis der nationalen Verdienst­struktur­erhebungen ermittelt.

Bei dieser Datengrundlage handelt es sich um eine in vierjährigen Abständen durchgeführte Erhebung. Die Daten für die Jahre zwischen den Erhebungen werden jeweils mit nationalen Quellen fortgeschätzt. Für Deutschland wird hierzu die Vierteljährliche Verdienst­erhebung genutzt. Liegen die Ergebnisse der nächsten Verdienst­struktur­erhebung vor, werden die für die vergangenen Jahre fortgeschätzten Daten neu berechnet. Aktuell liegen Ergebnisse für das Jahr 2014 vor. Die fortgeschätzten Ergebnisse für die Zwischenjahre wurden revidiert. 

© Statistisches Bundesamt (Destatis), 2018

 – Impressum – Kontakt