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Mindestlöhne in der EU: Zwischen 235 Euro und 1 999 Euro brutto im Monat

In 22 der 28 EU-Staaten galt zum Stand Januar 2017 ein branchen­übergreifender gesetzlicher Mindest­lohn. Dabei verzeichneten die östlichen ehemals sozialistischen EU-Staaten sehr niedrige Mindest­löhne von weniger als 500 Euro brutto im Monat. Das Schluss­licht bildete Bulgarien mit 235 Euro. Eine Ausnahme in dieser Länder­gruppe war Slowenien, das mit einem monatlichen Mindest­lohn von 805 Euro selbst die süd­europäischen Länder Portugal (650 Euro), Griechenland (684 Euro) und Malta (736 Euro) übertraf. In West­europa galten deutlich höhere Mindest­löhne von über 1 000 Euro monatlich. Dazu zählten unter anderem das Vereinigte Königreich (1 397 Euro), Frankreich (1 480 Euro) sowie Deutschland (1 498 Euro). EU-weiter Spitzen­reiter war Luxemburg mit einem gesetzlichen monatlichen Mindest­lohn von 1 999 Euro.

Der Mindest­lohn ist in den EU-Staaten unterschiedlich geregelt. In Deutschland gilt seit dem 1. Januar 2015 ein gesetzlicher Mindest­lohn, der zum 1. Januar 2017 von 8,50 Euro auf 8,84 Euro pro Stunde erhöht wurde. In Dänemark, Finnland, Italien, Österreich, Schweden und Zypern gibt es bislang keinen branchen­übergreifenden gesetzlichen Mindest­lohn.

Weitere Daten zum Mindest­lohn in den europäischen Ländern finden Sie in der Eurostat Datenbank. In Statistics Explained gibt es zusätzlich einen Vergleich der Mindest­löhne unter Berücksichtigung der Kauf­kraft in den einzelnen Staaten.

Detaillierte Daten zum Mindest­lohn in Deutschland finden Sie auf den nationalen Themen­seiten und in der Broschüre "Verdienste auf einen Blick".

© Statistisches Bundesamt (Destatis), 2017

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