Normalansicht

Navigation und Service

Frauen EU-weit häufiger als Männer von Altersarmut betroffen

Für Frauen ist das Rentenalter mit einem höheren Armutsrisiko verbunden als für Männer. So galten 2015 in Deutschland 18 % der Frauen ab 65 Jahren als armuts­gefährdet, bei den gleichaltrigen Männern waren es knapp 15 %. Ein zentraler Faktor sind die Unterschiede in der Renten­vorsorge. Da Frauen während ihres Berufs­lebens häufiger zugunsten der Kinder pausieren oder nur Teilzeit arbeiten, erwerben sie durchschnittlich weniger Renten­ansprüche als Männer.

Der Geschlechter­unterschied ließ sich auch in allen anderen EU-Staaten beobachten. Im EU-Durchschnitt sahen sich 16 % der Frauen und 12 % der Männer mit Armut konfrontiert. Besonders häufig mussten Rentner­innen 2015 in Estland mit wenig Geld auskommen: Von ihnen galten 43 % als armuts­gefährdet. Vergleichsweise selten finanzielle Sorgen hatten Frauen ab 65 Jahren in Ungarn und den Niederlanden, wo die Armutsgefährdungsquote nur bei 5 % bzw. 6 % lag. Als armuts­gefährdet gilt, wer inklusive staatlicher Sozial­leistungen mit weniger als 60 % des mittleren Einkommens der Gesamt­bevölkerung auskommen muss.

Eine ausführliche Definition und weitere Daten zur Armutsgefährdung in Deutschland finden Sie auf der nationalen Themenseite.

Einen Einblick in die Lebensverhältnisse von Senioren bietet auch die Broschüre "Ältere Menschen in Deutschland und der EU".

© Statistisches Bundesamt (Destatis), 2017

 – Impressum – Kontakt