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Armut und soziale Ausgrenzung in Deutschland seltener als im EU-Durchschnitt

Anteil der Betroffenen in Bulgarien stark gesunken

In Deutsch­land war 2014 jeder Fünfte der Bevölkerung (21 %) von Armut und sozialer Aus­grenzung bedroht, im EU-Durchschnitt war es jeder Vierte (24 %). Die Folgen der europäischen Wirtschafts- und Finanzkrise sind dabei vor allem in Griechenland deutlich zu spüren: Dort stieg der Anteil der von Armut oder sozialer Ausgrenzung Betroffenen zwischen 2008 und 2014 von 28 % auf 36 %. Noch höhere Quoten verzeichneten 2014 nur zwei EU-Staaten: In Bulgarien und Rumänien waren je 40 % der Bevölkerung gefährdet. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Anteil in Bulgarien um 8 Prozentpunkte zurückgegangen. In der Tschechischen Republik und den Nieder­landen galten hingegen relativ wenig Menschen als sozial benachteiligt: Dort lag der Anteil nur bei 15 % bzw. 17 %.

Im Rahmen der Europa 2020-Strategie haben sich die EU-Staaten 2010 das Ziel gesetzt, Armut und soziale Aus­grenzung bis 2020 deut­lich zu ver­ringern. Die Zahl der be­troffenen EU-Bürger lag 2014 mit 122 Millionen allerdings über dem Niveau von 2010 (118 Millionen Menschen). Als arm oder sozial ausgegrenzt gelten nach EU-Definition Menschen, auf die mindestens eins der drei folgenden Kriterien zutraf: "Armuts­gefährdung", "erhebliche materielle Entbehrung" und/oder "Zugehörigkeit zu einem Haushalt mit sehr geringer Erwerbs­beteiligung".

Ausführliche Definitionen und weitere Er­geb­nisse zu Armut und sozialer Aus­grenzung in Deutsch­land und der EU auf der nationalen Themen­seite und in der Eurostat-Daten­bank.

© Statistisches Bundesamt (Destatis), 2017

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