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Armut und soziale Ausgrenzung in Deutschland seltener als im EU-Durchschnitt

EU-weit sind 118 Millionen Menschen betroffen

In Deutschland war 2016 jeder Fünfte der Bevölkerung (20 %) von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht, im EU-Durchschnitt war es rund jeder Vierte (24 %). Sehr schwierig gestaltete sich die Lage vor allem in Bulgarien, wo 40 % der Bevölkerung von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen waren. Ähnlich hohe Quoten verzeichneten Rumänien (39 %) und Griechenland (36 %). In der Tschechischen Republik galten hingegen im Verhältnis zur Gesamt­bevölkerung relativ wenig Menschen als sozial benachteiligt: Dort lag der Anteil bei 13 %.

Im Rahmen der Europa 2020-Strategie haben sich die EU-Staaten das Ziel gesetzt, Armut und soziale Ausgrenzung bis 2020 deutlich zu verringern. Die Zahl der betroffenen EU-Bürger lag 2016 wie schon 2010 bei 118 Millionen. Als arm oder sozial ausgegrenzt gelten nach EU-Definition Menschen, auf die mindestens eins der drei folgenden Kriterien zutraf: "Armuts­gefährdung", "erhebliche materielle Entbehrung" und/oder "Zugehörigkeit zu einem Haushalt mit sehr geringer Erwerbs­beteiligung".

Ausführliche Definitionen und weitere Ergebnisse zu Armut und sozialer Ausgrenzung in Deutschland gibt es auf den nationalen Themen­seiten und für die EU in der Eurostat-Datenbank, dort unter anderem auch für die regionale Ebene.

© Statistisches Bundesamt (Destatis), 2017

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