Europa EU: Reparaturbranche beschäftigt 339 000 Menschen

Reparieren statt wegwerfen: In der EU gab es im Jahr 2020 rund 187 000 Dienstleistungsunternehmen, die Reparaturen von Gebrauchsgütern und Datenverarbeitungsgeräten anboten. Die rund 339 000 Beschäftigten setzten 2020 EU-weit rund 21,5 Milliarden Euro um.

Reparaturbranche

Datenverarbeitungs- / Telekommunikationsgeräte

Mit der Reparatur von Datenverarbeitungs- und Telekommunikationsgeräten wurden im Jahr 2020 in der EU rund 10,9 Milliarden Euro umgesetzt. Davon entfielen 8,4 Milliarden Euro auf Geräte wie zum Beispiel Laptops, Tablets, Monitore oder Drucker. Mit der Reparatur von Telekommunikationsgeräten, wie zum Beispiel Smartphones, wurden 2,6 Milliarden Euro Umsatz erzielt.

Reparatur von Gebrauchsgütern

Mit der Reparatur von Gebrauchsgütern wurden im Jahr 2020 in der EU rund 10,6 Milliarden Euro erzielt. Dazu zählten Reparaturen von elektrischen Haushalts- und Gartengeräten (3,4 Milliarden Euro), Unterhaltungselektronik (1,7 Milliarden Euro), Möbeln und Einrichtungsgegenständen (1,1 Milliarden Euro), Schuhen und Lederwaren (0,6 Milliarden Euro) sowie Uhren und Schmuck (0,3 Milliarden Euro). Auf die Reparatur sonstiger Gebrauchsgüter, wie zum Beispiel Fahrräder oder Kleidung, entfielen weitere 3,4 Milliarden Euro.

Hintergrund

Reparaturen vermeiden Abfall, schonen den Geldbeutel und sparen kostbare Rohstoffe. Im Kampf gegen die Wegwerfgesellschaft hat die EU-Kommission im März 2023 deshalb einen Vorschlag für ein "Recht auf Reparatur" unterbreitet. Damit soll es für Verbraucherinnen und Verbraucher einfacher und kostengünstiger werden, Waren zu reparieren statt sie ersetzen zu lassen.

Stand: 30.05.2023. Quelle: Eurostat Datenbank

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