Der schrittweise Übergang zur vollen nachgelagerten Besteuerung von Renten aus der Basisversorgung erfolgt nach dem Kohortenprinzip. Ausgehend vom Jahr des Rentenbeginns (unter Berücksichtigung etwaiger Vorbezugszeiträume (Vorzeiträume)) wird gemäß §22 Nr. 1 Satz 3 Einkommensteuergesetz (EStG) ein prozentualer Besteuerungsanteil festgelegt, der die jeweilige Rente in zwei Teile aufteilt: Den Teil, den man versteuern muss (steuerpflichtiger Teil) und den Teil der Jahresrente, der steuerfrei bleibt (steuerfreier Teil). Der steuerfreie Anteil bleibt mit der Festsetzung lebenslang gültig. Für Renten mit einem Beginn nach 2005 steigt der steuerpflichtige Anteil von ursprünglich 50 % bis 2020 jährlich um zwei Prozentpunkte, danach bis 2022 um einen Prozentpunkt. Mit Inkrafttreten des Wachstumschancengesetzes vom 27. März 2024 wurde die zunächst bis 2040 vorgesehene Übergangsphase bis zum Jahr 2058 verlängert. Weiterhin steigen die steuerpflichtigen Anteile ab 2023 jährlich um 0,5 Prozentpunkte bis 2058. Erst ab diesem Zeitpunkt sind neue gesetzliche Renten voll einkommensteuerpflichtig.
Allgemeine Rentenerhöhungen, wie beispielsweise die jährliche Rentenanpassungen zum 01.07. eines Jahres, sind stets voll steuerpflichtig und erhöhen damit den steuerpflichtigen Teil der kohortenbesteuerten Rente.